Nur wenig "Querdenker"-Protest am Landtag: Dresdner Polizei zieht positive Bilanz

Dresden - Zwei Wasserwerfer am Zwinger, Hamburger Gitter, Polizeipferde und 600 Polizisten aus Sachsen, Berlin und Schleswig-Holstein: Da Rechtsextremisten und Pandemie-Leugner zur Störung der Sitzung im Sächsischen Landtag aufgerufen hatten, wollte die Polizei auf Nummer Sicher gehen. Der große Protest blieb jedoch aus.

Die beiden Wellenlänge-Aktivisten Madeleine F. (44, im grauen Kostüm) und Bernhard W. (54, in der braunen Jacke) wurden in Dresden kurzzeitig festgesetzt.
Die beiden Wellenlänge-Aktivisten Madeleine F. (44, im grauen Kostüm) und Bernhard W. (54, in der braunen Jacke) wurden in Dresden kurzzeitig festgesetzt.  © Steffen Füssel

"Es hat sich gezeigt, dass der Einsatz rund um den Sächsischen Landtag notwendig war", bilanziert der Dresdner Polizeipräsident Jörg Kubiessa (56) zufrieden.

"Einige Unbelehrbare fanden sich trotz der bestehenden Corona-Regeln vor Ort ein. Wir haben diese unzulässigen Versammlungen schnell und konsequent aufgelöst."

Einige Protestierer scheiterten bereits auf dem Weg zum Parlament: Ein stadt- und polizeibekannter "Querdenker" (73) stürzte an der Polizeikontrolle nach dem Theaterplatz vom Rad, leistete anschließend noch Widerstand gegen die Polizei - dafür kassierte er eine Anzeige!

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Ansonsten stand kurz ein Grüppchen mit Bannern am Theaterplatz, zweimal eins auf der Neustädter Elbseite. Nach Ansprache durch die Polizei zogen auch diese wieder ab.

Rund 50 Pandemieleugner schafften es sich gegenüber des Landtags zu versammeln: Die Polizei kesselte sie ein, stellte die Personalien fest. Die rechtsextreme Wellenlänge-Aktivisten Madeleine F. (44) und Bernhard W. (54) weigerten sich ihre Ausweise zu zeigen, wurden daraufhin kurz festgesetzt, ebenso wie die "Querdenkerin" Viviane R.

Zwischenfazit der Polizei zum Einsatz am Sächsischen Landtag im Video

Bereits am Dresdner Theaterplatz kam ein "Querdenker" (73) mit dem Rad zu Fall und leistete anschließend noch Widerstand.
Bereits am Dresdner Theaterplatz kam ein "Querdenker" (73) mit dem Rad zu Fall und leistete anschließend noch Widerstand.  © Steffen Füssel
Ein Großaufgebot der Polizei sicherte den Landtag in Dresden ab.
Ein Großaufgebot der Polizei sicherte den Landtag in Dresden ab.  © Steffen Füssel

Zudem muss sich noch ein weiterer Aktivist (42) wegen Beleidigung verantworten, ansonsten blieb die Lage rund um den Landtag ruhig.

Titelfoto: Steffen Füssel

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