OB Dirk Hilbert: Lockerungen ja, aber nur bei Mundschutz-Pflicht

Dresden - Mit Blick auf Lockerungen der Corona-Beschränkungen plädiert OB Dirk Hilbert (48, FDP) für eine Mundschutz-Pflicht in Dresden.

OB Dirk Hilbert (48, FDP) ist für die Einführung einer Mundschutz-Pflicht.
OB Dirk Hilbert (48, FDP) ist für die Einführung einer Mundschutz-Pflicht.  © Thomas Türpe

Diese könne dort eingeführt werden, wo Menschen die Mindestabstände kaum einhalten können. Dafür deckt sich das Rathaus bereits mit Atemschutzmasken für die Dresdner ein.

Dürfen Händler, Baumärkte, Schulen und Kitas bald wieder regulär öffnen, Unternehmen in den Arbeitsalltag zurückkehren?

Für Lockerungen in all diesen Bereichen, wo sich Menschen unweigerlich wieder nahekommen, sieht Hilbert das Tragen eines Mundschutzes als Voraussetzung an.

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"Wir müssen uns voreinander besser schützen, damit die Infektionszahlen nicht wieder nach oben gehen", begründet der OB. Auch Gesundheitsministerin Petra Köpping (61, SPD) empfiehlt grundsätzlich, Mundschutz zu tragen.

Was eine sachsenweite Pflicht angehe, sei sie allerdings so lange zurückhaltend, bis ausreichend Mundschutz für das medizinische Personal vorhanden ist.

Noch seien dafür nicht genügend Masken vorhanden. OB Hilbert bevorzugt zwar einheitliche Mundschutz-Regelungen der Bundes- oder Landesregierung. "Wenn die aber nicht willens sind, dann wäre ich auch bereit, es selbstständig zu entscheiden", kündigt er an.

Eine Mundschutz-Pflicht für Verkaufsstellen, ÖPNV und öffentliche Gebäude herrscht bislang nur in Jena. "Der Jenaer Weg war mutig, auch wenn er von vielen erst mal kritisiert worden ist", sagt Hilbert. Allerdings habe man den Bürger bei der Beschaffung seines Mundschutzes alleine gelassen.

Gestern trafen weitere Atemschutzmasken aus China ein, die Dresdner erhalten könnten.
Gestern trafen weitere Atemschutzmasken aus China ein, die Dresdner erhalten könnten.  © Holm Helis

Das will Hilbert anders machen, Mundschutz bei Bedarf für Dresdner ausgeben, wie bereits auf dem Lingnermarkt. Dafür sei er mit Firmen und lokalen Anbietern in Gespräch. Auch die 10.000 Atemschutzmasken aus der chinesischen Partnerstadt Hangzhou können dafür genutzt werden. Am Dienstag traf mit etwas Verspätung (wegen hohen Paketaufkommens) der zweite Teil der Lieferung in Dresden ein.

Titelfoto: Holm Helis

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