Ostern im Zeichen der Pandemie: Antworten auf die wichtigsten Fragen

Dresden - Vom 1. April an gibt es in Sachsen neue Corona-Regeln. Im Wesentlichen hält der Freistaat an den Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie fest - weitet aber die Test- und Maskenpflicht in bestimmten Bereichen aus.

Sachsen steht das zweite Osterfest unter Pandemie-Bedingungen bevor.
Sachsen steht das zweite Osterfest unter Pandemie-Bedingungen bevor.  © Sebastian Kahnert/dpa

Galt bisher die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen als Maßstab für Verschärfung oder Lockerung, ist nun die Bettenauslastung in Krankenhäusern das entscheidende Kriterium. Sind 1300 Betten im Freistaat mit Covid-19-Patienten belegt, drohen Beschränkungen.

Was gilt nun in Sachsen - und was ist damit rund um das Osterfest erlaubt?

Darf ich Ostern mit Verwandten feiern?

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Wenn, dann nur in einem sehr kleinen Kreis. Laut Landesverordnung dürfen sich zwei Haushalte mit insgesamt maximal fünf Personen treffen - Kinder unter 15 Jahren werden nicht mitgezählt.

Angesichts hoher Infektionszahlen und einer Ausbreitung von Virusmutationen ruft die Regierung aber dazu auf, auf Besuche und Reisen möglichst zu verzichten, vor allem über die Landes- oder Bundesgrenze hinaus.

Ist ein Osterausflug erlaubt?

Einen 15-Kilometer-Radius um den eigenen Wohnort wie noch im Winter gibt es nicht mehr, eine Wanderung in der Sächsischen Schweiz oder durch die Radebeuler Weinberge ist also prinzipiell erlaubt. Allerdings sieht die Landesverordnung Ausgangsbeschränkungen vor, wenn in einer Stadt oder in einem Landkreis die Wochen-Inzidenz die 100er-Marke überschreitet.

Dann dürfen die Wohnung oder das Haus nur mit triftigem Grund verlassen werden, etwa zum Einkaufen, für Arztbesuche oder zum Sport im Freien. Am Mittwoch gab es in Sachsen keine Region mehr in Sachsen unter der Inzidenz von 100, landesweit lag der Wert bei 182.

Was ist mit Selbsttests, shoppen, Zoobesuch?

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) hat nun auch die Maskenpflicht präzisiert.
Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) hat nun auch die Maskenpflicht präzisiert.  © Robert Michael/dpa

Wie leicht ist es, sich testen zu lassen - etwa vor einem Osterbesuch?

Sachsen verfügt mittlerweile über ein umfangreiches Netz an Testzentren, rund 650 Zentren und Stationen sind es - und täglich kommen neue hinzu. Das Gesundheitsministerium bietet eine aktualisierte Übersicht.

Neben zahlreichen Apotheken, Landkreisen und Kommunen bieten mittlerweile auch Firmen und Initiativen sowohl Schnell- als auch PCR-Tests an. Jeder Bürger kann sich einmal pro Woche kostenlos testen lassen.

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Auch Selbsttests gibt es mittlerweile zu kaufen, etwa in Supermärkten und Drogerien.

Inzwischen sind auch Testzentren an ungewöhnlichen Orten entstanden - etwa in Kneipen, Musikclubs, im Escape-Room oder im Stadion.

Wie steht es mit Shoppen oder einem Zoobesuch in den Osterferien?

Auch wenn die Wocheninzidenz über 100 liegt, können Städte und Landkreise nach Ostern (ab 6. April) "Click & Meet" anbieten sowie Zoos, Museen, Galerien oder Gedenkstätten öffnen. Bedingung ist allerdings, dass es in Sachsen nicht mehr als 1300 Covid-19-Patienten auf den Normalstationen in den Krankenhäusern gibt. Am Mittwoch waren es laut Übersicht des Gesundheitsministeriums rund 1050.

Zudem müssen Kunden und Besucher ein tagesaktuelles negatives Testergebnis vorlegen. Überall dort, wo ein Selbsttest genügt, muss eine entsprechende Selbstauskunft ausgefüllt werden. Eine Vorlage gibt es auf der Homepage des Gesundheitsministeriums.

Wo muss ich überall eine Maske aufsetzen?

Sachsen hat die Maskenpflicht in der Öffentlichkeit präzisiert. Demnach muss überall dort, wo sich Menschen treffen, eine Maske getragen werden, so Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD).

Ab 1. April greift die Regelung für Fußgängerzonen von 6 bis 24 Uhr, ebenso auf Spielplätzen, Wochenmärkten, Verkaufsständen und beim Abholen und Liefern von Speisen.

Titelfoto: Montage: Sebastian Kahnert/dpa, Robert Michael/dpa

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