Pionierarbeit! Dresdner Physiker bekommt Europäischen Erfinderpreis

Dresden/München - Der Dresdner Physik-Professor Karl Leo (60) ist mit dem Europäischen Erfinderpreis ausgezeichnet worden.

Der Dresdner Physik-Professor Karl Leo (60) half bei der Entwicklung von hocheffizienten OLEDs.
Der Dresdner Physik-Professor Karl Leo (60) half bei der Entwicklung von hocheffizienten OLEDs.  © Heinz Troll/EPA/dpa

Leos Pionierarbeit "hat zur Entwicklung hocheffizienter, kostengünstiger organischer Leuchtdioden (OLEDs) geführt, die heute weltweit in täglich genutzten Bildschirmen zu finden sind", teilte das Europäische Patentamt am Donnerstag in München mit. Seine OLEDs verbesserten Bildhelligkeit, Farbauflösung und Energieeffizienz.

"Die Technologie kommt derzeit in der Hälfte aller Smartphones weltweit sowie in vielen Arten von ultraleichten organischen Solarzellen zum Einsatz."

Die Preisträger in vier weiteren Kategorien hatten bahnbrechende Beiträge zu Medizin, Datenspeicherung und Solarzellen geleistet. Die Jury wählte sie aus hunderten Forschern aus.

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EPA-Präsident António Campinos sagte: "Ihre Leistung zeigt uns deutlich, dass sich Hindernisse mit Vorstellungskraft, Wissen und Einfallsreichtum überwinden lassen."

Aus einer Idee ein marktfähiges Produkt zu entwickeln, erfordere Ausdauer und ein Umfeld, das Innovationen treibt.

Leos Forschungsarbeit kommt zurzeit in der Hälfte aller Smartphones auf der ganzen Welt zum Einsatz.
Leos Forschungsarbeit kommt zurzeit in der Hälfte aller Smartphones auf der ganzen Welt zum Einsatz.  © Heinz Troll/EPA/dpa

Die weiteren Preisträger

Robert Grass und Wendelin Stark, zwei Erfinder aus Österreich und der Schweiz, entwickelten ein "Speicherungsverfahren mit dem Potenzial, wertvolle Daten über Jahrtausende zu sichern". Dabei werden digitale Informationen in genetischen Code umgewandelt und in winzigen Glaskugeln künstlich fossilisiert.

Werden ihre winzigen Partikel auf Produkte angebracht, kann der Ursprung eines Materials oder die Arbeitsbedingungen, unter denen es hergestellt wurde, über die gesamte Lieferkette hinweg verfolgt werden.

Die indisch-amerikanische Forscherin Sumita Mitra entwickelte mit Nanoclustern robuste, langlebige und ästhetisch ansprechende Füllungen für die Zahnmedizin. Sie seien "bei einer Milliarde Zahnrestaurationen weltweit zum Einsatz gekommen."

Der Norweger Per Gisle Djupesland entwickelte ein Gerät, um die Medikamentengabe über die Nase zu verbessern. Die Erfinder Henrik Lindström und Giovanni Fili produzieren in Stockholm Solarzellen für Mobilgeräte, die auch in Innenräumen Strom erzeugen.

Titelfoto: Heinz Troll/EPA/dpa

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