Bekommt der Landtag doch keinen Ausweich-Neubau?

Dresden - Das in die Jahre gekommene Landtagsgebäude an der Devrientstraße braucht dringend eine Frischzellenkur. Seit 2020 ist geplant, die Abgeordnetenbüros während der Sanierung zeitweise in einem Neubau in unmittelbarer Nähe unterzubringen. Dazu sollte das Behördenzentrum dienen, das der Freistaat an der Kleinen Packhofstraße errichten lassen wollte. Doch inzwischen gibt es neue Ideen.

Neben der SPD-Zentrale soll an der Kleinen Packhofstraße ein Behördenzentrum entstehen. Ursprünglich sollten dort auch Landtagsbüros interimsmäßig einziehen.
Neben der SPD-Zentrale soll an der Kleinen Packhofstraße ein Behördenzentrum entstehen. Ursprünglich sollten dort auch Landtagsbüros interimsmäßig einziehen.  © Heinle, Wischer und Partner, Freie Architekten, Dresden

Mit diesen will sich das 21-köpfige Landtagspräsidium am Mittwoch befassen. Statt eines Umzugs könnte auf bereits genutzte Nachbargebäude ausgewichen und die Sanierung in Etappen durchgezogen werden.

Zudem ist auf der Grünfläche zwischen Maritim-Hotel und Elbe ein "oberirdischer Festbau" angedacht.

Direkt darunter soll eine Technikzentrale integriert werden mit unterirdischer Anbindung an das bestehende Landtagsgebäude.

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Ein baldiger Baustart in Dresden ist allerdings unwahrscheinlich.

"Ich rechne damit, dass die Pläne erst im Laufe der nächsten Legislaturperiode verwirklicht werden", sagte der Bautzener CDU-Abgeordnete Marko Schiemann (67).

Die SPD pocht darauf, dass die Sanierung zügig erfolgen und kosteneffizient sein soll. Und: "Das Parlament muss währenddessen arbeitsfähig bleiben."

Titelfoto: Heinle, Wischer und Partner, Freie Architekten, Dresden

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