Bis zu 25.000 Euro Strafe! OB Hilbert schickt die Polizei zur Böller-Kontrolle

Dresden - Jetzt ist es amtlich. Das Rathaus hat das von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (49, FDP) angekündigte Böllerverbot zum Jahreswechsel erlassen.

Der Himmel über Dresden soll auch in der Silvesternacht dunkel bleiben.
Der Himmel über Dresden soll auch in der Silvesternacht dunkel bleiben.  © Robert Michael/dpa

Damit ist am Silvester- und am Neujahrstag ganztägig das Mitführen und Abbrennen von Böllern, Raketen und ähnlichem Feuerwerk verboten.

Das Verbot gilt übrigens in der gesamten Stadt auf allen öffentlichen und auch privaten Flächen. Es umfasst pyrotechnische Gegenstände ab der Kategorie 2 (Böller, Feuerwerk, Raketen).

Das schließt auch das Abfeuern von Signalmunition mittels Schreckschusspistole ein, deren Verkauf vom bundesweiten Verbot nicht betroffen ist. Erlaubt sind laut Kategorie 1 nur Tischfeuerwerk und Knallerbsen.

"Eigentlich sollte es nicht Aufgabe des Staates sein, den Bürgern Vorschriften beim Feiern zu machen. Allerdings befinden wir uns gerade hier in Sachsen derzeit in einer Sondersituation", sagt Hilbert.

Und die sorgt bereits jetzt dafür, dass Dresdens Krankenhäuser an der Belastungsgrenze sind. Diese Situation solle nicht weiter verschlimmert werden.

Die Polizei wird Silvester mit zusätzlichem Personal die Einhaltung des Böllerverbots kontrollieren. (Symbolfoto)
Die Polizei wird Silvester mit zusätzlichem Personal die Einhaltung des Böllerverbots kontrollieren. (Symbolfoto)  © Robert Michael/dpa
OB Hilbert will mit dem Verbot eine zusätzliche Belastung der Krankenhäuser verhindern.
OB Hilbert will mit dem Verbot eine zusätzliche Belastung der Krankenhäuser verhindern.  © Holm Helis

Kommt Corona ins Spiel, droht sogar Knast!

Wer Silvester und Neujahr trotz Verbots knallt, muss mit einer hohen Geldstrafe rechnen.
Wer Silvester und Neujahr trotz Verbots knallt, muss mit einer hohen Geldstrafe rechnen.  © Sebastian Willnow/dpa/Tobias Kleinschmidt/dpa

"Böller und Raketen lassen uns schnell die Kontaktbeschränkungen vergessen und erhöhen die Gefahr von Verletzungen." In den vergangenen Jahren musste das Krankenhauspersonal in der Silvesternacht bereits aufgestockt werden, weil die Zahl der Notfälle um 30 bis 50 Prozent anstieg.

Ob das Verbot wirklich was bringt, wird aber davon abhängen, wie die Einhaltung kontrolliert wird. Die Kontrolle übernimmt nach Angaben der Stadt die Polizei, die mit mehr Personal im Einsatz sein wird und dafür Unterstützung von der Bereitschaftspolizei erhält.

"Die Polizisten werden in der Stadt präsent sein und Hinweisen aus der Bevölkerung nachgehen", sagt Polizeisprecher Marko Laske (46). Wer beim Böllern erwischt wird, muss tief in die Tasche greifen.

Es drohen Bußgelder von bis zu 25.000 Euro und bei einer Verbreitung des Coronavirus sogar eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa/Holm Helis

Mehr zum Thema Dresden Politik:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0