Bürohaus oder Schwimmhalle? Sachsenbad vor der finalen Entscheidung!

Dresden - Mittwoch ist der Tag der Entscheidung!

Nach fast drei Jahrzehnten des Verfalls muss das Sachsenbad dringend saniert werden.
Nach fast drei Jahrzehnten des Verfalls muss das Sachsenbad dringend saniert werden.  © Steffen Füssel

Wird das Sachsenbad verkauft und nach 27 Jahren als Bürogebäude aus seinem Dornröschenschlaf geholt? Oder bleibt es in städtischer Hand, um irgendwann sein Wasser zurückzubekommen? Im Bauausschuss wurde dazu bereits eine Vorentscheidung getroffen.

Der sprach sich am vergangenen Donnerstag mit 9 zu 7 Stimmen denkbar knapp für den Verkauf aus. Den Neubau einer Schwimmhalle in unmittelbarer Nähe lehnte das Gremium jedoch überraschenderweise ab.

Diesen hatte der an Corona erkrankte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (49, FDP) in Abwesenheit mit einem eigenen Antrag ins Spiel gebracht.

Die Idee: Der Verkaufserlös für das Sachsenbad von gut einer Million Euro und die im Haushalt bereits eingeplante Million für die Sicherung des Gebäudes sollen zusammen in Planungen für ein neues Schwimmbad in der Nähe fließen.

Pieschener wollen teuerste Lösung

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (49, FDP) ist derzeit an Covid-19 erkrankt (Archivbild).
Oberbürgermeister Dirk Hilbert (49, FDP) ist derzeit an Covid-19 erkrankt (Archivbild).  © Steffen Füssel

Die wiederum sollten bis zum Jahresende vorgelegt werden. Das war auch die von fünf Varianten zur Zukunft des Sachsenbads, die im Auftrag der Stadt untersucht wurden.

Diese Lösung wäre der Favorit des Stadtsportbunds. "Der Schwimmsport braucht im Jahr 2021 Hallen auf dem Niveau von 2021 und kein Gesundheitsbad von vor 100 Jahren", sagt Präsident Lars Kluger (50).

Die Pieschener haben sich dagegen in einem Bürgerforum für den Umbau zum Gesundheitsbad und den Anbau einer Schwimmhalle ausgesprochen, was allerdings fast 34 Millionen Euro kosten würde.


Titelfoto: Steffen Füssel

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