CDU gewinnt Direktmandate und schmiert bei Zweitstimmen ab! Wahl-Gewinner und -Verlierer in Dresden

Dresden - Dresden hat gewählt. Bei den Zweitstimmen sorgte das für Frust bei CDU (-9%), Linken (-6,5%) und bei der AfD (-4,9%). Jubel herrschte bei Grünen (+8,1%), SPD (+7,5%) und FDP (+2,1%).

Direkt gewählt setzten sich Markus Reichel (53, CDU) relativ deutlich (+2,2 %) gegen Katja Kipping (43, Linke) und Lars Rohwer (49, CDU) denkbar knapp mit 39 Stimmen gegen Andreas Harlaß (60, AfD) durch. Ganz ausgestanden ist das nicht.

Kreiswahlleiter Markus Blocher (52) ist der Herr der Dresdner Wahlunterlagen.
Kreiswahlleiter Markus Blocher (52) ist der Herr der Dresdner Wahlunterlagen.  © Eric Münch

40 Rathaus-Mitarbeiter checken aktuell die Niederschriften sämtlicher 558 Wahllokale.

Sind dort Unregelmäßigkeiten erwähnt, werden für das Lokal sämtliche Unterlagen nochmals geprüft. Im Zweifel wird neu ausgezählt. Eigentlich ist das Standard. Der knappe Wahlausgang rückt die Prüfung jetzt aber in den Fokus.

"Wir schauen uns dabei jeden Einzelfall an. Bei jeder Wahl kommt es zu kleinsten Veränderungen, die aber durchaus im Bereich von 40 Stimmen stadtweit liegen können", sagt Kreiswahlleiter Markus Blocher (52).

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Aber: "Wir haben aktuell ein gültiges Ergebnis. Sämtliche Daten wurden an ein EDV-System gemeldet. Dort haben Algorithmen die Plausibilität geprüft. Ohne das OK des Computers hätten wir gar nicht aufgehört zu zählen", so Blocher weiter.

Dennoch: Die AfD hat bereits angekündigt, aufgrund des knappen Ausganges das Wahlergebnis prüfen lassen zu wollen.

Endgültiges Dresdner Wahlergebnis soll am Donnerstag bekannt gegeben werden

Entschieden wird das, nachdem am Donnerstag gegen 14 Uhr der Kreiswahlausschuss das endgültige Wahlergebnis bekannt gegeben hat. Bis dahin werden sämtliche vorliegende Ergebnisse nochmals geprüft.

Unabhängig davon gibt es weitere spannende Wahl-Details: In 30 Stadtteilen erreichte die AfD den höchsten Zweitstimmenanteil – vor allem an den Stadträndern und in großen Plattenbaugebieten, gefolgt von den Grünen mit 19 Stadtteilen. Die CDU war lediglich dreimal stärkste Kraft.

Titelfoto: Eric Münch

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