Corona-Proteste in Dresden und Umgebung: Journalist geschlagen

Dresden - In Dresden und mehreren Städten der Region wurde am Montag wieder einmal gegen die Corona-Maßnahmen protestiert.

Im Stadtteil Pieschen trennte die Polizei Protestierende und Gegendemonstranten.
Im Stadtteil Pieschen trennte die Polizei Protestierende und Gegendemonstranten.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Laut Polizeidirektion Dresden führte ein Autokorso ab 18 Uhr von Dresden nach Pirna.

Zuvor hatten sich in der Landeshauptstadt 200 Personen auf der Wurzener Straße versammelt.

Diese wurden von Polizisten darauf angesprochen, dass aufgrund der Corona-Notfall-Verordnung nur zehn Personen erlaubt seien.

Dresden: Hier ist was los in Dresden und Umgebung! Unsere Tipps fürs Wochenende
Dresden Kultur & Leute Hier ist was los in Dresden und Umgebung! Unsere Tipps fürs Wochenende

Zudem konnte ein Aufeinandertreffen mit etwa 100 Gegenprotestlern verhindert werden. Beide Gruppen wurden voneinander getrennt und Personalien festgestellt.

Am Schillerplatz wurden zudem die Identitäten von 42 Personen festgestellt und Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen einer unzulässigen Versammlung eingeleitet.

Zudem laufen Ermittlungen, weil bei einer weiteren Protestaktion auf der Bautzner Landstraße ein Schweizer Journalist (54 Jahre alt) von einem Unbekannten geschlagen wurde.

Weitere Proteste von Corona-Kritikern fanden u.a. in Meißen, Radeburg oder Radebeul sowie in der Sächsischen Schweiz statt.

200 Menschen hatten sich verbotenerweise im sächsischen Pirna versammelt und liefen als Gruppe durch die Innenstadt. Die Polizei stoppte den Auflauf und stellte die Personalien von mehr als 100 Teilnehmern.

Im Landkreis wurden bei diversen Versammlungen Verstöße gegen die Corona-Notfall-Verordnung und das Sächsische Versammlungsgesetz zur Anzeige gebracht. 718 Polizeibeamte waren vor Ort.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Dresden Politik: