Corona- und Holz-Krise: Zukunft-Sorgen für Dresdens Handwerker

Dresden - Es heißt "Handwerk hat goldenen Boden". In Dresden werden die Aussichten jedoch zunehmend trüb. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Handwerkskammer unter den knapp 3400 Handwerksbetrieben der Stadt. Demnach bewertet weniger als die Hälfte von ihnen (46 Prozent) die eigene derzeitige Geschäftslage noch als gut.

Handwerkskammer-Geschäftsführer Andreas Brzezinski berichtet von sich leerenden Auftragsbüchern der Handwerker.
Handwerkskammer-Geschäftsführer Andreas Brzezinski berichtet von sich leerenden Auftragsbüchern der Handwerker.  © Thomas Türpe

Das entspricht einem Rückgang um 17 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Ein Grund dafür ist die Auftragslage.

Mehr als jeder vierte Betrieb verzeichnet einen für die Jahreszeit unterdurchschnittlichen Auftragsbestand, und fast jeder sechste registriert sinkende Umsätze.

"Diese Ergebnisse zeigen, wie groß die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Handwerk in der Landeshauptstadt sind", sagt Handwerkskammer-Chef Andreas Brzezinski.

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Sorge bereiten außerdem die gestiegenen Einkaufspreise. Drei von vier Betrieben geben an, mehr für Materialien und Rohstoffe zahlen zu müssen. Ebenso viele erwarten, dass die Preise weiter steigen.

"Für die Unternehmen sind gerade die Preisentwicklungen bei Holz, Stahl und Dämmmaterial ein Problem", sagt Brzezinski. Dadurch bestehe die Gefahr, dass kalkulierte Angebote nicht gehalten werden können.

Und Entspannung ist nicht in Sicht.

Für die nächsten Monate erwartet die Mehrheit der Betriebe keine größeren Veränderungen - rund 18 Prozent rechnen sogar mit Verschlechterungen.

Titelfoto: Thomas Türpe

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