Damit neues Affenhaus im Zoo kommen kann, darf parken (noch) nicht teurer werden

Dresden - Trotz Demo vor der Messe machte der Rat mit großer Mehrheit den Weg für den 17 Millionen Euro teuren Neubau eines Orang-Utan-Hauses im Zoo frei.

Vor der Messe wurde gegen eingesperrte Menschenaffen protestiert. Der Rat genehmigte den Neubau dennoch.
Vor der Messe wurde gegen eingesperrte Menschenaffen protestiert. Der Rat genehmigte den Neubau dennoch.  © Ove Landgraf

Ein Kredit über 12 Millionen Euro vom städtischen Festgeldkonto wurde genehmigt.

Kurios: Weil der Beschluss dazu erst weit nach 22 Uhr fiel, steigen die Parkgebühren in Dresden vorerst nicht.

Lange und emotional wurde am Mittwochabend die Zukunft des Sachsenbads diskutiert. Weil danach die Zeit knapp war, wurde es hektisch im Rat.

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Nach mehreren Abstimmungen war klar: Der Rat wollte unbedingt noch das neue Menschenaffenhaus im Zoo diskutieren und beschließen.

Doch damit war keine Zeit mehr, auch noch die Parkgebühren anzuheben.

Die eigentlich bereits beschlossene enorme Erhöhung (zum Beispiel: Äußere Neustadt von bisher 50 Cent pro Stunde auf 2,40 Euro) hätte aufgrund eines Formfehlers wiederholt werden müssen.

Die Galgenfrist für die günstigen Parktarife verlängert sich damit um mindestens einen Monat.

So soll das neue Affenhaus aussehen.
So soll das neue Affenhaus aussehen.  © Zoo Dresden

Entscheidung über Wohnungen im Leutewitzer Park erneut aufgeschoben

Weil der Rat nicht rechtzeitig mit den restlichen Beschlusspunkten fertig wurde, verschiebt sich die drastische Erhöhung der Parkgebühren weiter.
Weil der Rat nicht rechtzeitig mit den restlichen Beschlusspunkten fertig wurde, verschiebt sich die drastische Erhöhung der Parkgebühren weiter.  © Eric Münch

Erneut vertagt wurde eine Entscheidung über die geplanten Wohnungen im Leutewitzer Park. Ein Investor will dort acht Mehrfamilienhäuser mit je sechs Wohnungen bauen.

Doch dafür müssten Bäume gefällt werden, wertvolle Erholungsflächen wären verloren.

Mehr Wohnungen oder mehr Grün: Eine Entscheidung darüber fällt ebenfalls frühestens im Juni.

Titelfoto: Montage: Ove Landgraf, Zoo Dresden

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