Das neue Gorbitz: "Eisenbahner" bauen Gartenhäuser statt Platte

Dresden - Von der Platte zur Wiese zur "Kräuterterrasse". In Gorbitz hat die Eisenbahner-Wohnungsgenossenschaft Dresden (EWG) in den vergangenen drei Jahren eine moderne Siedlung aus dem Boden gestampft.

Zwischen den Häusern wurden zwei breite Parkbänder angelegt.
Zwischen den Häusern wurden zwei breite Parkbänder angelegt.  © Petra Hornig

Dort erinnert nichts mehr daran, dass auf der Fläche zwischen Kamillenweg und Schlehenstraße bis 2004 typische DDR-Plattenbauten standen.

Stattdessen wurden dort für rund 32 Millionen Euro 15 Häuser mit insgesamt 184 Wohnungen gebaut. Als Vorbild für die zehn sogenannten Gartenhäuser dienten dabei die für den Dresdner Westen typischen Drei-Seit-Höfe, erklärt Christiane Hähle (49) vom Ingenieurbüro IGC. 

Deshalb bilden auch die Häuser kleine Höfe, denen Kräuter wie Lavendel oder Salbei zugeordnet wurden. Die finden sich bei der Farbgebung und Bepflanzung wieder. 

Daher auch der Name "Kräuterterrasse". Zwischen den Häusern wurden zwei breite Parkbänder mit Spiel- und Fitnessgeräten für Alt und Jung angelegt.

"Unser Ziel ist es, mit einer Vielfalt an Angeboten eine Vielfalt an Menschen anzuziehen", erklärt EWG-Vorstand Antje Neelmeijer. In dem Quartier, wo die Kaltmieten zwischen 9,20 Euro und 9,60 Euro pro Quadratmeter liegen, ist das gelungen. 

Gorbitz im Wandel

Mieterin Sarah Rumpf (28) fühlt sich in ihrem neuen Viertel wohl.
Mieterin Sarah Rumpf (28) fühlt sich in ihrem neuen Viertel wohl.  © Petra Hornig

Immerhin ist der jüngste Mieter 20 und der älteste 88 Jahre alt. „Der Stadtteil Gorbitz hat viele Vorzüge“, sagt Neelmeijer und zählt die Infrastruktur, die Verkehrsanbindung, das viele Grün und die Hanglage auf.

Das sieht auch Mieterin Sarah Rumpf (28) so: "Ich finde es nicht schlimm zu sagen, dass ich in Gorbitz wohne. Ich finde es schön."

Schön sollen auch die anderen Wohnungen im Viertel werden, von denen die EWG die Hälfte in ihrem Bestand hat. Seit 2008 werden die 377 Wohnungen auf der Mittelachse umgebaut.

Im vorigen Jahr ist ein Projekt entlang der Braunsdorfer Straße mit 700 Wohnungen gestartet. Und mit der „Ginstersiedlung“ ist das nächste mit 950 Wohnungen schon in Planung.

Titelfoto: Petra Hornig

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