"Die Ärsche von der AfD...": Stuhl-Ärger im Stadtrat vor der langen Sitzung

Dresden - Zähe sechs Stunden lang wird regelmäßig im Dresdner Stadtrat gesessen und debattiert. Sind die Stühle in der Messe dafür zu unbequem? Die AfD jedenfalls hat OB Dirk Hilbert (49, FDP) gebeten, für die Räte nach einer bequemeren Alternative zu suchen.

Da kann der Po schon schmerzen: Die Sitzungen in der Messe dauern bis zu sechs Stunden.
Da kann der Po schon schmerzen: Die Sitzungen in der Messe dauern bis zu sechs Stunden.  © Steffen Füssel

"Es gibt bei uns auch ältere Stadträte, einige bekommen gesundheitliche Probleme, wenn sie sechs Stunden auf diesen Stühlen sitzen. Von denen wurde ich gebeten, dies zu thematisieren", sagt AfD-Fraktions-Chef Thomas Ladzinski (32).

OB Hilbert versprach eine Prüfung. Die ist mittlerweile abgeschlossen: "Weder beim OB noch bei der Messe sind jemals Beschwerden zu den Stühlen eingegangen." Zudem seien schlicht keine bequemeren Stühle vorhanden.

Kopfschütteln löste die Forderung bei der SPD aus. Die Linke wird deutlicher: "Die Ärsche von der AfD haben offenbar ein Stuhlproblem. Während das ganze Land über die Zukunft unserer Gesellschaft diskutiert, scheint es dort nichts Wichtigeres zu geben, als die zügige Beschaffung bequemer Polstermöbel für das eigene Gesäß", wettert Linken-Chef André Schollbach (42).

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Auch Martin Schulte-Wissermann (50, Dissidenten) lehnt ab: "Warum die AfD sich wie auf einem Diwan betten will, erschließt sich mir nicht, ich finde die Stühle gemütlich."

Sind die Stühle in der Messe zu unbequem? Die AfD wollte sie zumindest tauschen lassen.
Sind die Stühle in der Messe zu unbequem? Die AfD wollte sie zumindest tauschen lassen.  © Thomas Türpe
AfD-Fraktionschef Thomas Ladzinski (32) wollte sich für seine älteren Parteifreunde um andere Stühle kümmern. (Archivbild)
AfD-Fraktionschef Thomas Ladzinski (32) wollte sich für seine älteren Parteifreunde um andere Stühle kümmern. (Archivbild)  © Petra Hornig

Jens Genschmar (52, Freie Wähler): "Wir brauchen keine bequemeren Stühle, dann sitzen wir nur noch länger. Besser wären Stehplätze, damit sich die Redebeiträge wieder in Grenzen halten."

Titelfoto: Steffen Füssel

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