Dresden bekommt doch mehr Shopping-Sonntage

Dresden - Dresden bekommt zwei weitere verkaufsoffene Sonntage. Der Vorstoß der FDP-Fraktion, mit dem durch die Corona-Krise gebeutelten Händlern geholfen werden soll, fand im Stadtrat eine überraschende Mehrheit. Und das ist nicht die einzige beschlossene Hilfe.

Wegen der Corona-Pandemie mussten Dresdens Händler ihre Geschäfte wochenlang schließen. Für Robert Malorny (40) sind die verkaufsoffenen Sonntage Hilfe zur Selbsthilfe.
Wegen der Corona-Pandemie mussten Dresdens Händler ihre Geschäfte wochenlang schließen. Für Robert Malorny (40) sind die verkaufsoffenen Sonntage Hilfe zur Selbsthilfe.  © Montage: Norbert Neumann / Petra Hornig

"Wir wollen Anreize schaffen, um die Stadt wiederzubeleben", sagte Robert Malorny (40, FDP). Nachdem die Händler ihre Geschäfte wochenlang schließen mussten, müsse man ihnen nun erlauben, sich selbst zu helfen. 

Der Wunsch nach weiteren verkaufsoffenen Sonntagen sei von den Betroffenen selbst gekommen, die ums Überleben kämpfen, ergänzte Holger Zastrow (51, FDP). 

Grüne, SPD und Linke kritisierten den Vorschlag. André Schollbach (41, Linke) sprach von "neoliberaler Mottenkiste".

Zum Stadtfest am 4. Oktober und den Jazztagen am 8. November kann nun geshoppt werden. Die beiden anderen verkaufsoffenen Sonntage sind für den 6. und 20. Dezember vorgesehen. 

Zusätzlich sollen die Stadtteile die Möglichkeit bekommen, ihre an Feste gekoppelten und ausgefallenen Einkaufssonntage nachzuholen. 

Als weitere Unterstützung sollen Händler und Veranstalter außerdem unbürokratisch zentrale Plätze wie den Neumarkt nutzen dürfen. Das Rathaus verzichtet dabei bis Ende nächsten Jahres auf Sondernutzungsgebühren.

Titelfoto: Montage: Norbert Neumann / Petra Hornig

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