Dresden macht den Weg für Radler frei: Diese Projekte starten in diesem Jahr

Dresden - Das Fahrrad als Verkehrsmittel wird auch in Dresden immer beliebter. Das erhöht den Druck auf das Rathaus, für durchgehende und vor allem sichere Radwege zu sorgen.

SPD-Stadtrat Stefan Engel (28).
SPD-Stadtrat Stefan Engel (28).  © Ove Landgraf

Am Montag hat Baubürgermeister Stephan Kühn (42, Grüne) vorgestellt, wo in diesem Jahr Baumaßnahmen zur Verbesserung geplant sind.

Die wohl wichtigste Maßnahme ist dabei die Schaffung der sogenannten "Radvorrangroute Ost" zwischen Straßburger Platz und Schulcampus Tolkewitz.

Im Mai sollen die Arbeiten an dem drei Kilometer langen Abschnitt zwischen Fetscherplatz und Altenberger Straße beginnen. Die Route über Nebenstraßen soll dabei zur Fahrradstraße werden, auf der sich der übrige Verkehr den Radlern unterordnet.

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Radverkehrskoordinatorin Paula Scharfe: "Hier dürfen sich die Radfahrer wie Könige fühlen." Bis Herbst soll der Abschnitt fertig sein, die anderen beiden bis 2024.

Baubürgermeister Stephan Kühn (42, Grüne).
Baubürgermeister Stephan Kühn (42, Grüne).  © Michael Bärisch
Die Lücke im Radwegenetz am Fetscherplatz soll geschlossen werden.
Die Lücke im Radwegenetz am Fetscherplatz soll geschlossen werden.  © Norbert Neumann
Am Dippoldiswalder Platz wurden 2021 für 400.000 Euro neue Radwege geschaffen.
Am Dippoldiswalder Platz wurden 2021 für 400.000 Euro neue Radwege geschaffen.  © Norbert Neumann

Kritik gibt es trotzdem

Von der Brücke Budapester Straße soll ein Radweg zum neuen Fahrradparkhaus führen.
Von der Brücke Budapester Straße soll ein Radweg zum neuen Fahrradparkhaus führen.  © Norbert Neumann

Das Schließen von Lücken im Radwegenetz ist eine weitere Aufgabe. Das soll unter anderem auf dem Fetscherplatz passieren, wo ab April eine Lücke zwischen Striesener Straße bis Borsbergstraße geschlossen wird.

Um Unfälle durch sich öffnende Autotüren zu verhindern, sind an verschiedenen Stellen Maßnahmen geplant. An Karl-Marx-Straße zwischen Königsbrücker Landstraße und Boltenhagener Straße, wo die Radler zwischen fließendem Verkehr und geparkten Autos unterwegs sind, soll dafür ab Juli ein 1,85 Meter breiter Schutzstreifen plus 75 Zentimeter breitem Sicherheitstrennstreifen geschaffen werden.

An der Anbindung des neuen Fahrradparkhauses am Hauptbahnhof, das unter dem Fernbusterminal entsteht, wird im Rathaus ebenfalls gearbeitet. Insgesamt werden in diesem Jahr wieder vier Millionen Euro für bessere Radwege verbaut. Trotzdem gibt es Kritik.

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"Selbst unter Corona-Bedingungen kann die Zahl der umgesetzten und geplanten Maßnahmen nicht überzeugen“, sagt Stadtrat Stefan Engel (28, SPD).

Titelfoto: Bildmontage: Norbert Neumann/Michael Bärisch

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