Dresden überschreitet Corona-Grenzwert: Das sind die Konsequenzen!

Dresden - Jetzt ist es passiert: Dresden hat binnen sieben Tagen die Schwelle von 35 pro 100.000 an Corona erkrankten Menschen überschritten. Die Stadt reagiert am heutigen Mittwoch mit einer Corona-Allgemeinverfügung!

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (48, FDP).
Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (48, FDP).  © Petra Hornig

In einer Pressemeldung teilt Sachsens Hauptstadt unter anderem mit: "Zum Stand 12 Uhr [Mittwoch, 21. Oktober] lag der Wert bereits bei 38, wobei aufgrund weiterer Fallmeldungen im Verlauf des Tages mit einem Anstieg der Neuinfektionsrate zu rechnen ist."

Und weiter: "Nach der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung ist die Landeshauptstadt Dresden damit gehalten, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Ziel ist es, das Infektionsgeschehen in der Stadt zu verlangsamen und die Nachverfolgung von Kontaktpersonen weiterhin zu gewährleisten."

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (48, FDP) ergreift in der Pressemitteilung auch persönlich das Wort und teilt mit: "Die Corona-Pandemie ist nicht vorüber. Auch wenn die Sommermonate ein unbeschwertes Zusammensein ermöglicht haben, müssen wir uns jetzt wieder ein Stück zurücknehmen."

Und weiter: "Die Pandemie muss beherrschbar bleiben. Ich rufe daher jede Dresdnerin und jeden Dresdner auf, verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen und gemeinsam und solidarisch füreinander einzustehen."

Das kommt jetzt auf die Dresdner alles zu

Es kommt jede Menge Papierkram auf viele zu (Symbolbild).
Es kommt jede Menge Papierkram auf viele zu (Symbolbild).  © 123RF/Nirat Makjantuk

Die neue Allgemeinverfügung soll die schon bestehenden Regelungen der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung erweitern. Konkret bedeutet das ab Donnerstag Mitternacht, ab exakt 0 Uhr:

Datenerhebung

"Veranstalter und Betreiber von Groß- und Sportveranstaltungen sowie Betrieben, Sportstätten, Gastronomie, Hotels, Beherbergungsstätten und Ansammlungen im öffentlichen Raum müssen von den Besuchern und Gästen den Namen, die Telefonnummer oder E-Mail-Adresse und den Zeitraum des Besuchs erheben."

Und weiter: "Die Daten dürfen nur zum Zweck der Nachverfolgung von Kontakten erhoben und nur auf Anforderung an das Gesundheitsamt übergeben werden. Sie sind nach einem Monat zu vernichten."

Die Maske wird jetzt ein noch häufigerer Begleiter.
Die Maske wird jetzt ein noch häufigerer Begleiter.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Mund-Nasen-Bedeckung

"Neben der schon bestehenden Verpflichtung, eine Mund-Nasen-Bedeckung... zu tragen, ist eine Mund-Nasen-Bedeckung auch für folgende Bereiche verpflichtend: In allen für die Öffentlichkeit zugänglichen Räumen und Einrichtungen. Dazu zählen beispielsweise die Einkaufszentren, Beherbergungsbetriebe, Museen und öffentlichen Verwaltungen."

Und weiter: "In allen gastronomischen Einrichtungen einschließlich Imbiss- und Caféangeboten. Verfügt die Einrichtung über Sitzmöglichkeiten, muss die Mund-Nasen-Bedeckung bis zum Erreichen des Platzes getragen werden. Am Platz selbst darf die Mund-Nasen-Bedeckung abgenommen werden. Das gilt auch in Kirchen und Räumen von Religionsgemeinschaften sowie in kulturellen Veranstaltungsorten."

Beim Singen im Gottesdienst muss immer eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Auf eine weitere Ausführung verzichtet die Stadt an dieser Stelle. 

Wildes Feiern soll kaum mehr möglich sein (Symbolbild).
Wildes Feiern soll kaum mehr möglich sein (Symbolbild).  © 123RF/KONSTANTIN CHAGIN

Beschränkung der Personenzahl

Private Zusammenkünfte und Feiern: Maximal 25 Personen sind erlaubt. Familienfeiern in Gaststätten oder von Dritten überlassenen Räumen: Hier sind maximal 50 Personen gestattet.

Betriebs- und Vereinsfeiern

Maximal 25 Personen sind erlaubt. 

Groß- und Sportveranstaltungen

Maximal 500 Personen können hier teilnehmen. 

Zusammenkünfte und Ansammlungen im öffentlichen Raum

Maximal 250 Personen dürfen unter freiem Himmel und maximal 150 Personen in geschlossenen Räumen zusammentreffen. Für Versammlungen nach dem Versammlungsrecht gilt dies nicht. Hier gibt es gesonderte Regelungen.

"Für Einrichtungen mit genehmigtem Hygienekonzept gelten die Einschränkungen der Personenzahl nicht. Hier sind das Hygienekonzept und die darin benannten Schutzmaßnahmen anzuwenden. Dies trifft zum Beispiel auf Konzertveranstaltungsorte, Kinos und Theater zu."

Besuche in Altenheimen werden wieder komplizierter (Symbolbild).
Besuche in Altenheimen werden wieder komplizierter (Symbolbild).  © Jonas Güttler/dpa

Alkohol-Ausschankverbot

"Alkoholika und alkoholhaltige Getränke dürfen von 23 Uhr bis 5 Uhr des Folgetages nicht abgegeben werden. Dies gilt für alle Einrichtungen, auch für Gastronomie oder den Einzelhandel."

Versammlungen im Sinne des Versammlungsrechtes

"Es wird das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für alle Versammlungsteilnehmer und ordnenden Kräfte angeordnet. Außerdem sind nur ortsfeste Versammlung zulässig und Aufzüge untersagt. Zudem gilt als Obergrenze für die Zahl der Versammlungsteilnehmer ein Flächenansatz von vier Quadratmeter pro Person, um die Abstände zwischen den Teilnehmenden besser zu gewährleisten."

Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens 

"Einrichtungen, wie Altenpflegeheime, Krankenhäuser und Einrichtungen der Behindertenhilfe, sind angehalten, strikte Besuchszeiten und Regelungen zur Reduzierung der Besuchszahlen einzuführen, soweit dies nicht schon praktiziert wird. Ziel ist es, einen Eintrag in Einrichtungen mit schutzbedürftigen Personengruppen zu vermeiden."

Vereinfacht ausgedrückt: Der "Lockdown light" hat jetzt auch die Dresdner erreicht!

Titelfoto: 123RF/Nirat Makjantuk/Petra Hornig

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