Was ist bloß mit Barbara Lässig los? Selbst Fernsehturm-Verein will sie nicht mehr

Dresden - Nächster Eklat um Ex-Stadträtin Barbara Lässig (63). Wenige Tage, nachdem die Pressesprecherin des Fernsehturm-Vereins vom Sicherheitsdienst als "unerwünschte Person" aus dem Rathaus entfernt wurde (TAG24 berichtete), fliegt sie jetzt komplett aus dem Verein.

Sicherheitsleute brachten die Ex-Stadträtin Barbara Lässig (63) erst kürzlich aus den Räumen der SPD-Fraktion.
Sicherheitsleute brachten die Ex-Stadträtin Barbara Lässig (63) erst kürzlich aus den Räumen der SPD-Fraktion.  © privat

Eine Zerreißprobe vor Gericht droht. Rückblick: Der Verein wollte sein Konzept einer Fernsehturm-Erschließung per Seilbahn der SPD-Fraktion vorstellen. 

Doch die wollte AfD-Mitarbeiterin Barbara Lässig nicht in ihren Räumen haben. 

Trotz mehrfacher Bitte des Vereins kam Frau Lässig zum Termin - und flog raus. Danach machte der Verein den Eklat öffentlich. Zwei Tage später wurde Frau Lässig per Vorstandsbeschluss aus dem Verein geworfen, mittlerweile wurde der Beschluss zugestellt. 

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Zwei Vorwürfe wurden benannt. 

Neben dem Verstoß gegen den (laut Vereinschef Eberhard Mittag schriftlich fixierten) Beschluss nicht im Rathaus zu erscheinen, werden Frau Lässig Datenschutz-Verstöße vorgeworfen. Demnach habe sie ohne Erlaubnis alte Mail-Verteiler genutzt, um sich intern zu verteidigen.

"Es geht nicht mehr. Frau Lässig hat viel Gutes geleistet, aber sie kann sich nicht mit der SPD anlegen und gegen zentrale Datenschutz-Regeln verstoßen", so Eberhard Mittag (67). 

Rathaus, Nachtskaten, Eislöwen: "Ich kann mir doch meine Meinung nicht verbieten lassen"

Ex-Statdrätin Barbara Lässig (63) soll den Verein verlassen.
Ex-Statdrätin Barbara Lässig (63) soll den Verein verlassen.  © Steffen Füssel

Barbara Lässig: "Einige wenige im Verein drehen durch, wichtige Leute haben deshalb schon hingeschmissen. Ich prüfe, mir einen Anwalt zu nehmen. Ich überlege mir, wie ich mich sonst noch wehre." Aktuell hat sie zwei Wochen Zeit, Beschwerde einzulegen.

Im November folgt dann die Mitgliederversammlung, die über Lässigs Zukunft entscheiden würde. Zudem steht der Weg vor Gericht offen. 

Für die einstige "Skatermutter" ist das nicht das erste unfreiwillige Aus.

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Egal ob bei den Eislöwen oder im Nachtsakter-Verein: Die engagierte und resolute Lässig ging im Unfrieden. Zumindest bei den Nachtskatern spielte auch ihre extrem kritische Haltung Flüchtlingen gegenüber eine Rolle.

"Ich weiß wie das wieder ankommt: 'Jetzt fliegt die wieder aus einem Verein'. Aber ich kann mir doch meine Meinung nicht verbieten lassen", so die 63-Jährige.

Titelfoto: privat

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