Für 1,9 Millionen Euro: Prima Klima in Dresdens Sportstätten

Dresden - Dresden stemmt sich mit sieben Maßnahmen gegen die Energie- und Klimakrise: Die Stadt ist entschlossen, bis 2024 in mehrere Sportstätten zu investieren, um diese sparsamer zu machen. Gleichzeitig soll der Ausstoß von Kohlendioxid reduziert werden. 1,9 Millionen Euro will das Rathaus dafür in die Hand nehmen.

Sportbürgermeister Dr. Peter Lames (57) ist wild entschlossen, in Dresdens Sportstätten den Energieverbrauch senken.
Sportbürgermeister Dr. Peter Lames (57) ist wild entschlossen, in Dresdens Sportstätten den Energieverbrauch senken.  © Fotomontage: Steffen Füssel/Ove Landgraf

Unter anderem ist geplant, die Arena im Eissport- und Ballspielzentrum auf energiesparsames LED-Licht umzurüsten. Auf der noch zu errichtenden Südtribüne im Heinz-Steyer-Stadion soll indes eine Photovoltaikanlage einmal Sonnenstrom erzeugen.

Die Ölheizung der Sportanlage an der Steinbacher Straße könnte außerdem von einer ökologischen Luft-Wasser-Wärmepumpe abgelöst werden. Zudem gibt es Pläne, über ein Lastmanagement den gesamten Energieverbrauch verschiedener Sportstätten zu überwachen und zu optimieren.


Die nötigen 1,9 Millionen Euro stammen übrigens aus einem Finanztopf, der im Zuge der Fusion der Energieversorger Enso und Drewag gebildet wurde.

Noch muss der Ausschuss für Sport dafür grünes Licht geben, doch aus den Fraktionen gibt es positive Signale: Holger Hase (45, FDP): "Vor dem Hintergrund der kriegsbedingten Energiekrise und der ökologischen Zielstellungen müssen natürlich auch kommunale Einrichtungen energetisch ertüchtigt werden."

Auch in der Joynext-Arena wird die Beleuchtung bis 2023 auf LED-Technik umgerüstet.
Auch in der Joynext-Arena wird die Beleuchtung bis 2023 auf LED-Technik umgerüstet.  © Thomas Türpe

Grüne dafür, CDU skeptisch

Auch Grünen-Stadtrat Wolfgang Deppe unterstützt das Vorhaben - Turn- und Sporthallen hätten einen hohen Wärmebedarf.

CDU-Frau Anke Wagner (40) ist noch skeptisch: "Insbesondere für die in ihrer Klimawirkung 'neutral' oder 'gering' eingestuften Projekte bedarf es noch einer genaueren Klärung ihrer sportfachlichen Vorteile."

Dazu zählt der Austausch von zwei über 30 Jahre alten Dieselfahrzeugen gegen E-Autos im Fuhrpark des Sportparks Ostra. Kostenpunkt: 90.000 Euro.

Titelfoto: Fotomontage: Steffen Füssel/Ove Landgraf

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