In fünf Monaten ist OB-Wahl in Dresden: Erste Kandidaten bringen sich in Stellung

Dresden - In fünf Monaten wählen die Dresdner einen neuen Oberbürgermeister. Während sich Amtsinhaber Dirk Hilbert (50, FDP) bislang noch nicht geäußert hat, ob er am 12. Juni erneut antritt, bringen sich seine möglichen Gegner allmählich in Stellung.

Während OB Dirk Hilbert (50, FDP) seine Kandidatur noch offen lässt, machen sich die Konkurrenten bereit.
Während OB Dirk Hilbert (50, FDP) seine Kandidatur noch offen lässt, machen sich die Konkurrenten bereit.  © Steffen Füssel

Nachdem der Dresdner Landtagsabgeordnete Albrecht Pallas (41, SPD) bereits Mitte Dezember seinen Hut in den Ring geworfen hat, verkünden am heutigen Freitag die Grünen ihren Kandidaten bzw. ihre Kandidatin.

Medienberichten zufolge sollen sich Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (56) sowie der Landtagsabgeordnete und Stadtrat Thomas Löser (49) parteiintern dafür beworben haben.

"Unsere Stadt braucht eine*n Oberbürgermeister*in, die/der Dresden voranbringen und gestalten will, der Stadt neue Impulse gibt und die großen Herausforderungen unserer Zeit gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern beherzt angeht", teilt die Partei mit.

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Die Linken wollen sich mit ihrer Kandidatenkür noch etwas Zeit lassen. Die finale Entscheidung bzw. offizielle Nominierung soll auf einem Stadtparteitag erfolgen, der wegen der Einreichungsfrist bis zum 7. April stattfinden muss.

Am 12. Juni wählen die Dresdner ihr Stadtoberhaupt neu.
Am 12. Juni wählen die Dresdner ihr Stadtoberhaupt neu.  © Sebastian Kahnert/dpa

Kandidaten-Kür bei mehreren Parteien offen

"Dissident" Johannes Lichdi (57, Grüne) will Hilberts Abwahl vorbereiten.
"Dissident" Johannes Lichdi (57, Grüne) will Hilberts Abwahl vorbereiten.  © Petra Hornig

Als Bewerber werden Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (45), Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (44) und der Vorsitzende der Stadtratsfraktion, André Schollbach (43), gehandelt.

Das Ziel ist klar: "Wir wollen, dass Dirk Hilbert nicht mehr Oberbürgermeister ist. 20 Jahre in der Stadtspitze sind genug", sagt Linke-Stadtrat Tilo Kießling (51).

Linke, SPD und Grüne sind sich bereits einig, dass im zweiten Wahlgang am 10. Juli gemeinsam der Kandidat aus ihren Reihen unterstützt werden soll, der im ersten Wahlgang die meisten Stimmen bekommen hat. Ob und wann CDU, Freie Wähler und AfD eigene Kandidaten küren, ist noch offen.

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Der neue Fraktionsvorsitzende der Dissidenten, Johannes Lichdi (57, Grüne), ist dagegen bereits im Wahlkampf-Modus: "In meiner Chefzeit werde ich die Abwahl von Dirk Hilbert vorbereiten - und zwar auch ohne ernstzunehmenden Kandidaten."

Titelfoto: Bildmontage: Sebastian Kahnert/dpa/Steffen Füssel

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