Königsbrücker: Braucht's den großen Ausbau noch?

Dresden - Seit sieben Jahren zählt die Bürgerinitiative "Königsbrücker muss leben!" an der Schauburg den Verkehr (TAG24 berichtete). 

Hält trotz Bedenken an den aktuellen Plänen fest: Stadträtin Susanne Krause (37, Grüne).
Hält trotz Bedenken an den aktuellen Plänen fest: Stadträtin Susanne Krause (37, Grüne).  © Lutz Hentschel

Demnach fahren aktuell statt 15.000 nur noch etwa 10.000 Fahrzeuge täglich über die Königsbrücker Straße. Hat eine Sanierung im Bestand plötzlich doch eine Chance?

Die Linken zögern. Stadtrat Tilo Wirtz (53): "Wir stehen zum Kompromiss. Aber wenn es Stadt und Land nicht hinbekommen, die Verfahren abzuschließen, dann bleibt nichts weiter übrig, als im Bestand zu sanieren." 

Würden sich Mehrheiten dazu ergeben, stünde die Linke nicht im Weg. "Der Kompromiss aus 2016 ist nicht optimal. Wir bauen eine nicht mehr zeitgemäße Straße. Doch diese Versäumnisse liegen weit in der Vergangenheit", sagt die Verkehrsexpertin der Grünen, Susanne Krause (37). 

Und: Jetzt im Bestand zu sanieren würde "weiteren Zeitverzug, nicht barrierefreie Haltestellen und keine Radwege bedeuten".

CDU-Rat Veit Böhm (55) hofft auf einen absehbaren Baubeginn: "Die Planfeststellung ist in der Endphase. 2023 könnte nach jetzigem Kenntnisstand gebaut werden. Jetzt noch mal umzuplanen, gefährdet diesen Termin." 

Seit 2001 kämpft die Bürgerinitiative gegen den Ausbau der "Königsbrücker".
Seit 2001 kämpft die Bürgerinitiative gegen den Ausbau der "Königsbrücker".  © Norbert Neumann
Auch die AfD will, "dass diese wichtige Straße endlich gebaut wird, eine neue Planung ist nicht sinnvoll", so Rat Thomas Ladzinski (31). 

Titelfoto: Norbert Neumann/Lutz Hentschel

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