Kommunale Rückholaktion: Dresdner Rathaus kauft sich seine Müllmänner zurück

Dresden - Dresden holt sich die alleinige Kontrolle über die Stadtreinigung zurück.

Die Mitarbeiter der Stadtreinigung arbeiten schon bald wieder komplett für die Stadt.
Die Mitarbeiter der Stadtreinigung arbeiten schon bald wieder komplett für die Stadt.  © Norbert Neumann

Nach 16 Jahren geht das Unternehmen mit dem Monatsende wieder zu 100 Prozent in das Eigentum der Technischen Werke Dresden (TWD) und damit der Stadt über. 

Das hat der Stadtrat bereits 2018 beschlossen, nun folgt die Umsetzung. "Erstmals wird in Dresden ein Unternehmen erfolgreich rekommunalisiert", sagt Stadtrat Robert Schlick (29, Grüne).

Noch unklar ist, was die Rückholaktion kosten wird. Dazu gibt es zwischen den TWD, die bislang 51 Prozent halten, und der privaten Veolia, bei der die übrigen 49 Prozent liegen, derzeit noch unterschiedliche Auffassungen. 

Für Klarheit soll ein Gutachter sorgen. Ganz billig wird es wohl nicht. Bei der teilweisen Privatisierung 2004 hat die Stadt die 49 Prozent für 13 Millionen Euro verkauft.

Das Geld ist aus Sicht des Stadtrats gut angelegt. Der hat am Donnerstag nämlich gleich eine ganze Reihe von Aufträgen der Stadt direkt an das Unternehmen vergeben. 

Auch für Mitarbeiter soll es sich lohnen

Dresden ist bald wieder ganz allein für Fahrzeuge wie dieses verantwortlich.
Dresden ist bald wieder ganz allein für Fahrzeuge wie dieses verantwortlich.  © Ove Landgraf

Neben der Abfallentsorgung und Stadtreinigung gehören dazu auch die Nachsorge von Deponien, die Bewirtschaftung öffentlicher Toiletten sowie Winterdienst- und Reinigungsleistungen. 

"Wir haben dann einen Dienstleister, der alles abdeckt. Außerdem gibt es dann einen Ansprechpartner, auf den wir Einfluss haben", so Stefan Engel (27, SPD).

Auch für die Mitarbeiter soll sich der Schritt lohnen. Statt dem aktuellen Haustarifvertrag sollen diese perspektivisch nach TVöD bezahlt werden.

Titelfoto: Norbert Neumann

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