Munitions-Skandal bei der Polizei: Parteien fordern Änderungen

Dresden - Wie soll es beim Landeskriminalamt (LKA) weitergehen?

Innenpolitiker Valentin Lippmann (30, Grüne) fordert besseren Schutz für Hinweisgeber.
Innenpolitiker Valentin Lippmann (30, Grüne) fordert besseren Schutz für Hinweisgeber.  © Thomas Türpe

Nachdem die unabhängige Untersuchungskommission für den Munitionsskandal schwerwiegende Mängel festgestellt hatte, soll der Bericht nun in den Innenausschuss. Schon jetzt fordern dessen Mitglieder Reformen.

Mehrfachbelastung, Protzverhalten, Kontrollverlust - die Kommission stellte den Zuständen im LKA ein verheerendes Zeugnis aus. Auch Innenminister Roland Wöller (51, CDU) versprach erste Änderungen. Doch auch die Mitglieder des Innenausschusses wollen kein "Weiter so".

So fordern die Grünen besseren Schutz für Hinweisgeber:

Unfall bei Dresden: Smart fährt in Teich, eine Person verletzt
Dresden Unfall Unfall bei Dresden: Smart fährt in Teich, eine Person verletzt

"Neben den dringend notwendigen Änderungen in der Dienst- und Fachaufsicht halten wir vor allem eine effektive Korruptionsbekämpfung für essenziell", so der innenpolitische Sprecher Valentin Lippmann (30, Grüne).

SPD fordert schnelle Umsetzung

Beamte des Mobilen Einsatzkommandos hatten 14.500 Schuss Munition aus der Waffenkammer gestohlen. (Symbolbild)
Beamte des Mobilen Einsatzkommandos hatten 14.500 Schuss Munition aus der Waffenkammer gestohlen. (Symbolbild)  © picture aliance/dpa

"Dazu gehört insbesondere ein wirksamer Whistleblower-Schutz mit der Möglichkeit, sich an einen Vertrauensanwalt für Korruptionsverhütung zu wenden."

Die SPD fordert, die Empfehlungen der Kommission schnellstmöglich umzusetzen.

"Der Fraktion ist dabei eine schnelle Beseitigung struktureller Mängel, eine bessere Aufsicht und Kontrolle, insbesondere im Umgang mit Waffen und Munition, sowie die Verbesserung polizeilicher Führung und von Aus- und Fortbildung besonders wichtig", erklärt Albrecht Pallas (41, SPD).

Überholmanöver geht schief: Unfallfahrer flieht und hinterlässt zwei Schwerverletzte!
Dresden Unfall Überholmanöver geht schief: Unfallfahrer flieht und hinterlässt zwei Schwerverletzte!



Titelfoto: Bildmontage: Thomas Türpe/picture aliance/dpa

Mehr zum Thema Dresden Politik: