Nach TAG24-Bericht: Zuschlag für Aufsichtsräte auf der Kippe

Dresden - Welche Vergütung ist für einen Stadtrat angemessen, der ehrenamtlich im Aufsichtsrat eines städtischen Unternehmens sitzt?

Dissidenten-Stadtrat Michael Schmelich (66, Grüne) stimmte gegen die Erhöhung.
Dissidenten-Stadtrat Michael Schmelich (66, Grüne) stimmte gegen die Erhöhung.  © Petra Hornig

Seit TAG24 in der vergangenen Woche über die Pläne der Stadt berichtet hat, die Beträge für die Mitglieder der Aufsichtsräte der SachsenEnergie und der Technischen Werke Dresden (TWD) teilweise zu vervierfachen, wird das heiß diskutiert.

Nun wurde die Vorlage im Finanzausschuss beraten - und abgelehnt.

Während sechs Stadträte aus den Reihen von CDU, Grünen und SPD für die Erhöhung stimmten, durch die bei der TWD die jährliche Aufwandspauschale von 920 Euro auf 4000 Euro und die Vergütung pro Sitzung von 51 Euro auf 250 Euro steigen würde, stimmten acht andere Ausschussmitglieder dagegen, und zwei enthielten sich.

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Dissidenten-Stadtrat Michael Schmelich (66, Grüne), der das Vorhaben bereits im Vorfeld kritisiert hat, twitterte nach der Entscheidung: "Ich hätte als Aufsichtsrat der TWD davon profitiert. Ich habe mit NEIN gestimmt."

Auch FDP-Stadtrat Christoph Blödner (39) lehnte ab: "Eine Erhöhung ist nicht nötig. Für ein Ehrenamt ist es ok, was man für den Stadtrat, die Ausschüsse und die Aufsichtsräte bekommt."

Vom Tisch ist die Erhöhung aber noch nicht. Das letzte Wort hat der Stadtrat. Dort soll nächste Woche entschieden werden.

Titelfoto: Petra Hornig

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