OB Hilbert zur städtischen Soforthilfe: Freitag gibt's die ersten Formulare

Dresden - Dresdens Selbstständige stehen wegen der Corona-Pandemie vor einer ungewissen Zukunft. Deshalb hat OB Dirk Hilbert (48, FDP) am Donnerstag ein Sofort-Hilfsprogramm angekündigt, bei dem Kleinstbetriebe einmalig je 1000 Euro - unabhängig von der Bundes-Soforthilfe - erhalten. Fünf Millionen Euro will die Stadt dafür bereitstellen.

OB Dirk Hilbert (48) will Unternehmen und Kreativen helfen.
Doch große Versammlungen, mithin also auch der Stadtrat, sind derzeit verboten.
OB Dirk Hilbert (48) will Unternehmen und Kreativen helfen. Doch große Versammlungen, mithin also auch der Stadtrat, sind derzeit verboten.  © Norbert Neumann

Wenn der Stadtrat am Donnerstag zustimmt, könnten ab Freitag Anträge entgegengenommen werden, sagt Hilbert. Doch ob der Stadtrat tagt, ist fraglich. 

Denn schon vor der seit heute geltenden sachsenweiten Ausgangssperre waren Versammlungen von mehr als 50 Personen verboten - und allein der Stadtrat hat 70 Mitglieder. 

"Wir müssen nach Alternativen schauen", sagt Hilbert. Die könnten eine anderweitige Einbindung des Gremiums oder eine Eilentscheidung des OB sein. 

Darüber soll am Montag im Ältestenrat gesprochen werden.

Kreative sollen städtische Aufträge bekommen

Unterdessen hat das Rathaus am Sonntag noch eine weitere Maßnahme angekündigt. Ab dieser Woche sollen selbstständige Kreativschaffende Aufträge erhalten, die dann als Video dokumentiert und über die Kommunikationskanäle der Stadt verbreitet werden.

"Damit soll ein Beitrag geleistet werden, aktuelle Verdienstausfälle selbstständiger Künstler in Dresden zu kompensieren", heißt es. Dafür stehen zunächst 50. 000 Euro bereit.

Außerdem wird darauf hingewiesen, dass der Kleinprojektefonds weiterhin für kurzfristig entwickelte Vorhaben zur Verfügung steht - auch für Kulturschaffende.

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Titelfoto: Norbert Neumann

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