War's das mit Parken am Blauen Wunder? Stadt zum schnellen Handeln aufgefordert!

Dresden - Nachdem der Fahrradclub gegen die parkenden Autos am Blauen Wunder Sturm lief, reagierte die Landesdirektion Sachsen (LDS) und fordert die Stadt Dresden nun zum Eingreifen auf.

Mehr als 50 Fahrzeuge können auf dem Platz am Elberadweg parken, gleichwohl sie es nicht dürfen.
Mehr als 50 Fahrzeuge können auf dem Platz am Elberadweg parken, gleichwohl sie es nicht dürfen.  © Thomas Türpe

Nachdem TAG24 am gestrigen Montag über den Unfallschwerpunkt zwischen Auto- und Fahrradfahrern am Blauen Wunder berichtete und bei der LDS um eine Stellungnahme zum derzeitigen Bearbeitungsstand in der Angelegenheit bat, fordert diese nun die Stadt Dresden zum schnellen Handeln auf.

Ingolf Ulrich, Sprecher der LDS, erklärte TAG24 am heutigen Dienstag, dass die Behörde mit der Stadt in Kontakt stehe, um "ein Ende der Tolerierung des rechtswidrigen Parkens im Landschaftsschutzgebiet am Blauen Wunder in Dresden-Blasewitz zu erreichen".

Die Stadt arbeite bereits seit "geraumer Zeit" an einer Lösung für dieses Problem und muss dafür unter Umständen sogar noch eine Bebauungsplanung erarbeiten, erklärte Ulrich weiter. Dies würde weitere Zeit in Anspruch nehmen, in der es zu neuen Unfällen und Parkverstößen kommen könnte.

"Da dieser Prozess schon länger andauert, wurde die Landeshauptstadt von der LDS aufgefordert, auch für die Zwischenzeit rechtmäßige Zustände auf der Fläche herzustellen und hierfür eine Lösung zu entwickeln", so der LDS-Sprecher. Spätestens im Januar soll die Stadt ihre Konzepte vorlegen.

Kommen nun die Parkverbotsschilder?

Diese Stellplätze könnten nun wegfallen.
Diese Stellplätze könnten nun wegfallen.  © Holm Helis

Auch der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) sei als Eigentümer der Fläche von der LDS informiert worden. "Es wurde angeregt, dass eine kurzfristige Lösung durch entsprechende Maßnahmen vor Ort gefunden wird", heißt es dazu.

Indes erklärte eine Sprecherin der Stadt gegenüber TAG24, dass "das Straßen- und Tiefbauamt den Sachverhalt und die Beschilderung kurzfristig überprüfen wird". Anschließend wolle man reagieren.

Autofahrer dürften sich nunmehr darauf einstellen, dass schon bald eindeutige Parkverbotsschilder am Blauen Wunder stehen könnten.

Titelfoto: Thomas Türpe

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