Richtig verloren: Dresdens Linke arbeitet Wahlniederlage auf

Dresden - Das Ergebnis der Bundestagswahl war für die Linke ein Debakel. Dazu hat auch das Dresdner Wahlergebnis seinen Teil beigetragen.

Katja Kipping (43, Linke) hat beim Blick auf das Linke-Ergebnis "gemischte Gefühle".
Katja Kipping (43, Linke) hat beim Blick auf das Linke-Ergebnis "gemischte Gefühle".  © Christian Juppe

Im Vergleich zur Wahl 2017 verlor die Partei im Wahlkreis 159 (Dresden I) 2,1 Prozentpunkte bei den Erst- und 6,6 Prozentpunkte bei den Zweitstimmen. Im Wahlkreis 160 (Dresden II - Bautzen II) waren es 5,7 bzw. 6,2 Prozentpunkte. Beim Stadtparteitag am Samstag gab es also einiges aufzuarbeiten.

Die Bundestagsabgeordnete und Direktkandidatin Katja Kipping (43) hat beim Blick auf das Ergebnis nach eigenen Angaben "gemischte Gefühle".

Bei Facebook schrieb sie: "Während wir im Bund beinahe aus dem Parlament geflogen wären, waren wir in meinem Wahlkreis recht nahe am Gewinn des Direktmandates."

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Das holte sich bekanntlich CDU-Kandidat Markus Reichel (53), der knapp 4000 Stimmen mehr bekam.

Wurde die SPD dank schwacher Linker stärker?

Obwohl die Wahlkampf-Strategie nicht erfolgreich war, findet der Stadtvorstand der Linken, Jens Matthis (55), sie nicht falsch.
Obwohl die Wahlkampf-Strategie nicht erfolgreich war, findet der Stadtvorstand der Linken, Jens Matthis (55), sie nicht falsch.  © Christian Juppe

Die Strategie im Wahlkampf sei trotzdem richtig gewesen, sagt Dresdens Linken-Vorstand Jens Matthis (55). Schließlich sei Kipping nah dran gewesen und habe deutlich mehr Erst- als Zweitstimmen geholt.

Ursache für die Verluste sei die Abwanderung der Wähler zu Grünen und SPD. Die besetzen ähnliche Themen, und man konnte dazu beitragen, dass die SPD stärker als die CDU wird, so die Analyse.

Matthis' Fazit: "Der Sondernutzen, die Linke zu wählen, war nicht erkennbar."

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Titelfoto: Bildmontage: Christian Juppe

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