Riesenprojekt an der Weißeritz: Rathaus macht bis zu 60 Millionen Euro locker

Dresden - Seit dem Jahr 2000 plant und baut das Rathaus am Grünzug Weißeritz, der als "Park in der Stadt" die Innenstadt entlang der Weißeritz über Fuß- und Radwege mit dem Plauenschen Grund verbinden soll.

Die Weißeritz auf Höhe der Nossener Brücke: Der Grünzug soll perspektivisch direkt am Wasser verlaufen. Die Bebauung käme, wenn möglich, weg.
Die Weißeritz auf Höhe der Nossener Brücke: Der Grünzug soll perspektivisch direkt am Wasser verlaufen. Die Bebauung käme, wenn möglich, weg.  © Holm Helis

Bis zur Nossener Brücke wurde gebaut, seither stockt das Projekt. Jetzt will die Stadt bis zu 60 Millionen Euro in die Hand nehmen, um den Grünzug zu vervollständigen.

Der Weg dahin ist lang. Am Donnerstag wurde zumindest ein weiterer kleiner Zwischenschritt begangen: Die Weißeritz-Terrasse, ein knapp 250.000 Euro teurer Minipark an der Würzburger Straße, wurde fertiggestellt.

Bereits seit Mai ist der Löbtauer Rathauspark (680.000 Euro) an der Tharandter Straße offen. "Aktuell sind das Inseln, wir arbeiten an einem möglichst nahe an der Weißeritz gelegenen Grünzug durch die Stadt", sagt Baubürgermeister Stephan Kühn (41, Grüne).

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Thomas Pieper (58), Abteilungsleiter Stadterneuerung im Stadtplanungsamt: "Wir werden einen langen Atem brauchen. Es gibt entlang der geplanten Trasse viele private Eigentümer und Gewerbe. Wir reden über einen Zeitraum von 20 Jahren."

"Eine Aufgabe für Generationen": Baubürgermeister Stephan Kühn (41, Grüne) und Stadtplaner Thomas Pieper (58) sprechen über den Grünzug.
"Eine Aufgabe für Generationen": Baubürgermeister Stephan Kühn (41, Grüne) und Stadtplaner Thomas Pieper (58) sprechen über den Grünzug.  © Holm Helis
Am Donnerstag wurde die Weißeritz-Terrasse eingeweiht.
Am Donnerstag wurde die Weißeritz-Terrasse eingeweiht.  © Holm Helis

Läuft alles nach Plan, können die Dresdner mit vielem rechnen

Auch der Löbtauer Rathauspark ist Teil des Grünzuges. Knapp 50.000 Anwohner entlang der Trasse könnten profitieren.
Auch der Löbtauer Rathauspark ist Teil des Grünzuges. Knapp 50.000 Anwohner entlang der Trasse könnten profitieren.  © Holm Helis

Aktuell hat die Stadt bereits begonnen, sich mögliche Grundstücke zu sichern. "Wann immer sich zum Beispiel bei Gewerbe die Nutzungen ändern, sprechen wir mit den Eigentümern."

Ein Beispiel: Eine Brücke über die Weißeritz soll beide Seiten des Grünzuges verbinden. Doch dort steht ein Netto-Markt.

"Aktuell gibt es keine Bereitschaft, Flächen zu verkaufen, doch auch bei solchem Gewerbe ändern sich Nutzungen", so Stadtplaner Pieper.

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Läuft alles nach Plan, entstehen so über die Jahre entlang der Weißeritz neue Spielplätze, Stadtgärten, Grill und Lagerfeuerplätze, öffentliche Zugänge zum Fluss und ein Rad- und Fußweg.

Weil teilweise extrem wenig Platz ist, soll dieser Weg auf Höhe der Würzburger Straße als Terrassenweg an der Weißeritz-Mauer geführt werden.

Titelfoto: Holm Helis

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