Streikwelle rollt munter weiter: Ver.di nimmt Dresden in den Schwitzkasten

Dresden - Die Streiks nehmen kein Ende! Nachdem Mittwoch einige Behörden bestreikt wurden, sind Freitag erneut die städtischen Kitas dran. Und ver.di plant bereits die nächsten Arbeitsniederlegungen...

Behördenmitarbeiter streikten am Mittwoch, trafen sich vorm Bürgeramt.
Behördenmitarbeiter streikten am Mittwoch, trafen sich vorm Bürgeramt.  © Norbert Neumann

Mit Kisten bauten rund 25 streikende Behördenmitarbeiter am Mittwoch vorm Bürgeramt an der Theaterstraße eine "Tarifmauer" auf. Diese sollte die ungleichen Arbeitszeiten zwischen Ost und West symbolisieren. 

So lautet eine der ver.di-Kernforderungen neben mehr Lohn (mindestens 150 Euro monatlich) die Angleichung auf 39 Stunden auch in den neuen Bundesländern (aktuell 40 Stunden).

Während sich die Auswirkungen für Bürger am Mittwoch in Grenzen hielten, müssen sich Eltern nach dem Kita-Warnstreik (ver.di) vergangene Woche am Freitag erneut auf massive Ausfälle einstellen. 

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ruft zum ganztägigen Warnstreik an kommunalen Kitas und Horten auf. Dazu sehe man sich gezwungen.

Einer der Hauptgründe: Die Stadt hatte vor wenigen Tagen angekündigt, die Wochenarbeitszeit vieler Erzieher auf 32 Stunden herabzusetzen, was erhebliche Gehaltseinbußen zur Folge hätte (TAG24 berichtete). 

Laut GEW eine "Provokation", die etwa mit der unvorhergesehenen Entwicklung der Kinderzahlen sowie Neueinstellungen begründet wurde. Welche Kita bestreikt wird, erfahren Eltern am Freitag ab 6 Uhr telefonisch unter 0351/488 51 11.

Ver.di bereitet zudem aktuell weitere Streiks vor, die noch vor dem 22. Oktober (nächste Tarifrunde) erfolgen sollen. 

Titelfoto: Norbert Neumann

Mehr zum Thema Dresden Politik:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0