Stühlerücken im Dresdner Rathaus: Wer übernimmt welchen Posten?

Dresden - Grüne, CDU, Linke und SPD haben sich auf die Besetzung der Bürgermeisterposten geeinigt. Umwelt und Klimaschutz wird ein neuer Schwerpunkt. Der Bereich Wirtschaft wird dem OB entzogen. Die AfD bleibt außen vor.

Haben sich geeinigt: Dana Frohwieser (v.l., 43, SPD), Margot Gaitzsch (65, Linke), Andre Schollbach (41, Linke), Christiane Filius-Jehne ( 63, Grüne) und Jan Donhauser (50, CDU). 
Haben sich geeinigt: Dana Frohwieser (v.l., 43, SPD), Margot Gaitzsch (65, Linke), Andre Schollbach (41, Linke), Christiane Filius-Jehne ( 63, Grüne) und Jan Donhauser (50, CDU).   © Holm Helis

Notwendig wurde der Kompromiss, weil Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (56, CDU) Finanzminister wurde. Vorjohanns Nachfolger wird nun wohl CDU-Fraktions-Chef Jan Donhauser (50). Seine Partei behält das Vorschlagsrecht für den Posten.

Sonst ändert sich wenig: Das Thema Wirtschaft, bisher direkt dem OB unterstellt, wechselt zu Ordnungsbürgermister Detlef Sittel (53, CDU), das stärkt die CDU. 

Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (54, Grüne) wird zusätzlich Klimabürgermeisterin. Das stärkt die Grünen. 

Die Linken behalten die Posten für Kultur und Tourismus sowie Soziales. Die SPD behält den Bereich Finanzen und Personal. 

Der OB hat bisher keinen Widerstand signalisiert, viele seiner Forderungen wurden berücksichtigt.

Beachtlich: Während im Rat CDU und Linke oft heftig anecken, herrscht nun Harmonie. Linke-Chef André Schollbach (41): "Es ist Vertrauen zwischen uns entstanden, wir haben eine solide, lagerübergreifende Mehrheit gefunden. In Thüringen hat man gesehen, dass es auch anders laufen kann. Wir wollten Chaos vermeiden."

Kritik kommt von FDP, Freien Wählern und AfD. "Die AfD ist angemessen zu beteiligen", so Rätin Silke Schöps (45, AfD).

Im Dresdner Rathaus tut sich was.
Im Dresdner Rathaus tut sich was.  © Steffen Füssel

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