TAG24 fragt nach: Diese 5 Dinge nerven Dresdens Ordnungsamt!

Dresden - Knöllchen-Frust und Bürokratiehürden - meckern über das Ordnungsamt gehört auch in Dresden zum guten Ton. Doch wie sieht es andersherum aus?

Das Leben findet wieder draußen statt. Und eben dort hat das Dresdner Ordnungsamt, wie im Alaunpark, nun wieder alle Hände voll zu tun.
Das Leben findet wieder draußen statt. Und eben dort hat das Dresdner Ordnungsamt, wie im Alaunpark, nun wieder alle Hände voll zu tun.  © Eric Münch

Wir haben beim Dresdner Ordnungsamt nachgefragt, welche die Top-5-Ärgernisse sind und womit die Beamten jetzt im Sommer ganz besonders viel um die Ohren haben.

• Dieser Tage erreicht das Ordnungsamt eine Reihe an Beschwerden wegen Lärm und Ruhestörung.

"Diese stammen aus dem gesamten Stadtgebiet und betreffen unterschiedlichste Bereiche wie etwa Parks, öffentliche Plätze, Außengastronomie oder private Räumlichkeiten", heißt es aus der Behörde. Innerhalb eines Monats haben sich die Beschwerden mehr als verdoppelt.

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Wurden im Mai vom Gemeindlichen Vollzugsdienst 95 Verstöße registriert, waren es im Juni bereits 202.

• Auch, wenn es bei der Hitze verlockend scheint: Immer wieder, so die Stadtverwaltung, hätte man Menschen - in dem Falle überwiegend Kinder - in den vergangenen Wochen beim Baden in den städtischen Brunnen erwischt. Das ist laut Polizeiverordnung nicht nur verboten, sondern auch gefährlich.

"In den Wasserbecken der Springbrunnen besteht große Verletzungsgefahr, zum Beispiel durch Überlaufkanten aus Stahl, Düsen und Scheinwerfer", heißt es aus der Stadtverwaltung.

"Die Wasserqualität ist außerdem deutlich schlechter als etwa in Frei- und Schwimmbädern".

Ab ins kühle Nass - aber bitte nicht in Dresdens Brunnen wie hier auf der Prager Straße!
Ab ins kühle Nass - aber bitte nicht in Dresdens Brunnen wie hier auf der Prager Straße!  © Eric Münch

Unerlaubte Müllentsorgung, Verstöße gegen Grünanlagensatzung

Dresdens Stadtbild kann so schön sein. Damit das auch so bleibt: Müll gehört in die Mülltonne und nicht daneben.
Dresdens Stadtbild kann so schön sein. Damit das auch so bleibt: Müll gehört in die Mülltonne und nicht daneben.  © Ove Landgraf

• Nach lauen Sommernächten ist eines so sicher wie das Amen in der Kirche: achtlos hinterlassene Müllberge und Reste vom abendlichen Grillvergnügen. Da sich viele Dresdner zum Verweilen derzeit lieber draußen treffen, kommt es auch immer mehr zu unerlaubter Müllentsorgung. Besonders in den Parkanlagen, wie zum Beispiel im Alaunpark, und auf den Elbwiesen häufen sich die Hinterlassenschaften.

• Der Dauerbrenner: Verstöße gegen die Grünanlagensatzung der Stadt. Die haben sich im Juni mehr als verdreifacht (Mai: 142 Verstöße, Juni: 476 Verstöße). "Insbesondere in den Abendstunden halten sich auf Spielplätzen Gruppen von oftmals Jugendlichen auf, die rauchen und Alkohol trinken", so die Stadt.

Laut Grünanlagensatzung der Stadt ist das nun einmal verboten.

Abends auf dem Spielplatz was trinken kommt öfter vor, als man vielleicht glaubt. (Symbolbild)
Abends auf dem Spielplatz was trinken kommt öfter vor, als man vielleicht glaubt. (Symbolbild)  © imago/epd

Corona sorgt weiterhin für Ärger

Verstöße gegen die Corona-Vorschriften halten die Beamten nach wie vor auf Trab. (Archivbild)
Verstöße gegen die Corona-Vorschriften halten die Beamten nach wie vor auf Trab. (Archivbild)  © Steffen Füssel

• Kontrollen der bestehenden Corona-Schutz-Vorschriften beschäftigen das Ordnungsamt nach wie vor. Wegen der umfassenden Lockerungen werden derzeit aber deutlich weniger Verstöße registriert. Dennoch: Seit Beginn der Pandemie ist Dresden sachsenweit Spitzenreiter in Sachen Corona-Verstöße.

Das Ordnungsamt verhängte seit März 2020 insgesamt 4737 Verwarn- und Bußgelder.

Titelfoto: Bildmontage: Eric Münch, Ove Landgraf, imago/epd, Steffen Füssel

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