Verzögerungen kosten die Stadt Millionen: Bürgermeister hat Plan zum Schul-Schnell-Bau

Dresden - Jedes Jahr investiert Dresden etwa 130 Millionen Euro in Sanierung und Neubau von Schulen und Kitas. Doch viele Projekte starten verspätet und dauern dann auch noch länger. Weil jährlich die Baupreise aber um bis zu sechs Prozent steigen, verschenkt die Stadt Millionen. Das soll noch in diesem Jahr anders werden.

Aktuell baut Dresden am Beruflichen Schulzentrum für Bau und Technik.
Aktuell baut Dresden am Beruflichen Schulzentrum für Bau und Technik.  © Thomas Türpe

Einen Sack Flöhe hüten ist nichts dagegen: An 23 Bauprojekten (aktuell 33 Millionen Euro) wird allein im Kita-Eigenbetrieb zeitgleich gearbeitet. Mit weiteren 100 Millionen Euro jongliert das Schulverwaltungsamt jedes Jahr. 

Hauptproblem: Viele Bauvorhaben verzögern sich. Die Gründe dafür sind vielfältig.

So sollten auf der Cockerwiese ursprünglich Gymnasium und Oberschule entstehen. Mittlerweile sind diese Planungen aber ins Wanken gekommen, da auch noch Wohnungen gebaut werden sollen. 

All das kostet Zeit und Geld

Neuer Baubürgermeister hat große Pläne

Will schneller und damit günstiger Schulen und Kitas bauen: Bildungsbürgermeister Jan Donhauser (51, CDU).
Will schneller und damit günstiger Schulen und Kitas bauen: Bildungsbürgermeister Jan Donhauser (51, CDU).  © Thomas Türpe

Jeder zehn Millionen Euro teure Neubau, der sich um ein Jahr verzögert, schlägt demnach mit etwa 600. 000 Euro zu Buche.

Bislang hat die Stadt das weitgehend akzeptiert. Weil eine mögliche Straffung von Bauabläufen, zum Beispiel durch mehr Arbeiter auf der Baustelle oder eine andere Bautechnologie, ebenfalls Kosten verursacht, ließ das Rathaus lieber die Finger davon. 

"Mit dem aktuellen Stand will ich mich nicht zufrieden geben, wir müssen deutlich schneller planen und bauen", sagt hingegen der neue Bildungsbürgermeister Jan Donhauser (51, CDU).

Auf sein Betreiben hin wurde eine interne Lenkungsgruppe eingerichtet. Das Ziel: Noch in diesem Jahr soll der Stadtrat über ein Beschleunigungsprogramm beraten. 

Rund 45 Millionen Euro hat Dresden für das Tschirnhaus-Gymnasium in der Südvorstadt ausgegeben. Das sind über zehn Millionen Euro mehr als ursprünglich geplant.
Rund 45 Millionen Euro hat Dresden für das Tschirnhaus-Gymnasium in der Südvorstadt ausgegeben. Das sind über zehn Millionen Euro mehr als ursprünglich geplant.  © Steffen Füssel

Denkbar wäre demnach, dass die städtische Bau-Tochter Stesad mehr Verantwortung übernimmt.

Titelfoto: Thomas Türpe

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