Was sich Dresdens Parteien den OB-Wahlkampf kosten lassen

Dresden - In zwei Monaten wählen die Dresdner ein neues Stadtoberhaupt. Von Wahlkampf ist in der Stadt, abgesehen von den vielen Schollbach-Plakaten aber noch nicht viel zu spüren. Doch das wird sich sicher bald ändern. Die Budgets, die den Kandidaten dann zur Verfügung stehen, unterscheiden sich dabei teils deutlich.

So viel Geld gibt die Linke für den Wahlkampf von André Schollbach aus

André Schollbach (43) tritt für die Linke an.
André Schollbach (43) tritt für die Linke an.  © Petra Hornig

Die Linken geben ihr Wahlkampf-Budget für André Schollbach (43) auf TAG24-Anfrage mit 62.000 Euro an. Das sei mehr als bei der letzten OB-Wahl, als die Linke nicht eigenständig angetreten sei, sondern die Kandidatin der Initiative "Gemeinsam für Dresden" unterstützt habe, sagt die Leiterin der Stadtgeschäftsstelle Kristin Hofmann.

Das Geld stammt ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen, Mandatsträgerbeiträgen und Spenden von natürlichen Personen. Spenden von Unternehmen würden nicht angenommen.

Diese Wahlkampfausgaben plant SPD-Kandidat Albrecht Pallas

Für die SPD geht Albrecht Pallas (42) ins Rennen ums Amt als Dresdner Oberbürgermeister.
Für die SPD geht Albrecht Pallas (42) ins Rennen ums Amt als Dresdner Oberbürgermeister.  © Tino Plunert

SPD-Kandidat Albrecht Pallas (42) kalkuliert nach eigener Aussage "mit einem niedrigen sechsstelligen Wahlkampfbudget", was ungefähr der Größenordnung vor sieben Jahren entspreche. Der Großteil des Geldes komme von der Partei, der Rest durch Spenden von Parteigenossen und Einzelpersonen.

"Ich trage selbst mit einem fünfstelligen Eigenanteil zur Finanzierung der Ausgaben bei", so Pallas.

Grüne um Kandidatin Eva Jähnigen nennen Mindestbetrag

Eva Jähnigen (56, Grüne) will Oberbürgermeisterin werden.
Eva Jähnigen (56, Grüne) will Oberbürgermeisterin werden.  © Norbert Neumann

Grünen-Kandidatin Eva Jähnigen (56) stehen nach derzeitigen Planungen mindestens 125.000 Euro für den Wahlkampf zur Verfügung. "Wir werden mehr Geld in diesen Wahlkampf investieren als bei allen vorangegangenen OB-Wahlen", heißt es aus der Partei.

Finanziert wird das aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Großspenden habe man dabei bislang nicht erhalten.

Amtsinhaber Dirk Hilbert hält sich bedeckt

Amtsinhaber Dirk Hilbert (50, FDP) finanziert seinen Wahlkampf über Spenden.
Amtsinhaber Dirk Hilbert (50, FDP) finanziert seinen Wahlkampf über Spenden.  © Petra Hornig

Wie es da bei Amtsinhaber Dirk Hilbert (50, FDP) aussieht, ist unklar. Als unabhängiger Kandidat, der von einem Verein unterstützt werde, könne er "nicht auf große Parteitöpfe und Apparate zurückgreifen", so Hilbert. Stattdessen werde der Wahlkampf über Spenden von Bürgern und Unternehmen finanziert, von denen über 150 eingegangen seien.

Wie groß das Budget ist, sagt er nicht. Fest steht, dass es nicht von der CDU aufgestockt wird. Auch wenn die seine Kandidatur unterstützt, sei nach Parteiangaben eine "monetäre Unterstützung aus Kreishaushaltsmitteln nicht vorgesehen".

Und die anderen Kandidaten?

Am 12. Juni entscheiden die Dresdner, wer die nächsten sieben Jahre im Rathaus an der Spitze sitzt.
Am 12. Juni entscheiden die Dresdner, wer die nächsten sieben Jahre im Rathaus an der Spitze sitzt.  © Ove Landgraf

AfD-Kandidat Maximilian Krah (45), Pirat Martin Schulte-Wissermann (51) und die FDP, die Hilbert unterstützt, ließen die TAG24-Anfrage unbeantwortet.

Titelfoto: Montage: Petra Hornig, Tino Plunert, Norbert Neumann, Ove Landgraf

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