Widerstand, der schmeckt: Protest-Frühstück gegen Elbwiesen-Parker

Dresden - Frühstücken, bis der Poller kommt! Zum wiederholten Mal hat die Bürgerinitiative "Wir sind verkehrsbe(un)ruhigt" zum Protest-Frühstück an der Friedrich-Wieck-Straße gerufen.

Frühstück statt Automief: Die Anrainer der Friedrich-Wieck-Straße trafen sich erneut zum Protest-Frühstück.
Frühstück statt Automief: Die Anrainer der Friedrich-Wieck-Straße trafen sich erneut zum Protest-Frühstück.  © Holm Helis

Mit der Sitzblockade wollen die Anrainer die Sperrung der Durchfahrtsstraße erreichen. Doch die Stadt stellt sich stur.

"Das ist unverantwortlich, wie mancher hier durchfährt", schimpft Mitinitiator Eckhard Kleinert (59). "Die Autos rasen durch die enge Gasse mit bis zu 40 km/h", so der Betreiber eines Feinkost-Bistros an der Friedrich-Wieck-Straße.

Und das nur, weil die Stadt seit Jahren nicht in der Lage ist, einen Poller zu ersetzen. 

Stadt entfernte Poller vor Jahren

Eine der ältesten Straßen von Loschwitz könnte verkehrsberuhigt sein - wenn es den Poller wieder gäbe.
Eine der ältesten Straßen von Loschwitz könnte verkehrsberuhigt sein - wenn es den Poller wieder gäbe.  © Holm Helis

Die Durchfahrtssperre ging 2014 kaputt. Sie wurde abgebaut, nie erneuert - und seither haben die motorisierten Besucher der Elbwiesen freie Fahrt. 

Strafzettel wegen wilden Parkens am Elbufer muss offenbar niemand befürchten - Politessen wurden entlang der Grünstreifen schon lange nicht mehr gesehen.

Auf der betroffenen Straße, übrigens eine der ältesten in Loschwitz, spielt derweil kein Kind mehr. 

Auch die Außenplätze der angrenzenden Restaurants sind so nur spärlich belegt. Zu nah rumpeln die Autos an den Tischen vorbei.

Parkende Autos am Elbufer nerven die Anwohner gewaltig.
Parkende Autos am Elbufer nerven die Anwohner gewaltig.  © Eric Münch

Seit vier Jahren melden die Anwohner regelmäßig als Initiative das Protest-Frühstück an und besetzten ihre Straße. 

"Die Reaktion der Stadt ist gleich Null", ärgert sich Kleinert. 

"Aber das heißt nicht, dass wir aufgeben."

Titelfoto: Holm Helis

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