Polizei kontrolliert im Tarnbus Lkw-Fahrer: Mehr als 200 Verstöße auf der A4

Dresden - Im Tarnbus bei voller Fahrt fahndete die Polizei auf der A4 nach abgelenkten Brummifahrern. Im Rahmen der 14-tägigen Verkehrskampagne "Respekt durch Rücksicht" stand am Dienstag Ablenkung von Verkehrsteilnehmern durch Mobiltelefone im Fokus.

Polizisten in Zivil filmen Verkehrssünder verdeckt aus dem Bus heraus.
Polizisten in Zivil filmen Verkehrssünder verdeckt aus dem Bus heraus.  © Tino Plunert

Aus einem weißen Reisebus heraus nahmen Polizisten in Zivil, die wie Touris in den Reihen sitzen, von oben herab die Lasterfahrer ins Visier.

Erwischen sie einen Fahrer beispielsweise beim Chatten am Smartphone, zücken sie die Kamera und filmen zum Beweis. Per Funk informieren sie die Kollegen, die den Verkehrssünder ein paar Kilometer weiter herauswinken.

"Gerade Lkws sind aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts eine erhebliche Gefahr im Straßenverkehr, wenn ihr Fahrzeugführer abgelenkt ist", so Polizeisprecher Uwe Hofmann (37).

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Doch offenbar waren die Brummifahrer zwischen Flughafen und Wilsdruff gewarnt. Zwischen 10 und 14 Uhr erwischten die Beamten nur drei Handy-Sünder auf der Autobahn.

Erfolgreicher waren die rund 200 Kollegen an weiteren Kontrollpunkten in Dresden und den Landkreisen Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Bis 14 Uhr stellten die Beamten 202 Ordnungswidrigkeiten fest.

84-mal handelte es sich dabei um Handyverstöße. 76 davon in Dresden, sechs im Landkreis Meißen und zwei im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Der Leiter der Verkehrspolizeiinspektion, Gerald Baier (44), warnt vor Gefahren der Ablenkung.
Der Leiter der Verkehrspolizeiinspektion, Gerald Baier (44), warnt vor Gefahren der Ablenkung.  © Tino Plunert

Gerald Baier (44), Leiter der Verkehrspolizeiinspektion, warnt: "Wer bei 50 km/h eine Sekunde nicht auf die Straße blickt, fährt 13 Meter im Blindflug. Deshalb ahnden wir Verstöße im Zusammenhang mit Ablenkung konsequent."

Titelfoto: Tino Plunert

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