Prost! Nächster Streich aus der Uni-Brauerei

Dresden - Mit dem Zweiten trinkt man besser: Ein Jahr nach Produktionsstart haben die Brauer der Dresdner TU-Ausgründung "Lohrmanns" ihr zweites Bier an den Start gebracht.

"Ein akademisch vollmundiger Genuss." Sophia Witte (29) präsentiert die zweite Sorte von Lohrmanns-Bräu, das künftig im Kraftwerk Mitte (Kreis) gebraut werden soll.
"Ein akademisch vollmundiger Genuss." Sophia Witte (29) präsentiert die zweite Sorte von Lohrmanns-Bräu, das künftig im Kraftwerk Mitte (Kreis) gebraut werden soll.  © Steffen Füssel

"Es heißt 'Lohrmanns Hell', hat 5,4 Prozent Alkohol. Also Vorsicht in der Sonne", sagt Sophia Witte (29) lachend. 

Die junge Firmenchefin und Biersommelière ist optimistisch, dass mit dem Interesse an der Neukreation zuletzt ausgefallene Studentenpartys und andere Feierlichkeiten kompensiert werden können, wo wegen Corona kein TU-Bier floss. 

"Nummer 2 ist kräftig, hat einen kernig-malzigen Geschmack und eine angenehme Bittere."

Billig ist der Spaß nicht. Im Konsum werden pro Flasche 1,29 Euro aufgerufen. Und noch wird das Bier in Hartmannsdorf gebraut. Das soll sich ändern: Spätestens in zwei Jahren wollen die "Lohrmänner" ihre Sude im Kulturkraftwerk Mitte in Dresden herstellen. Ort: das ehemalige Lichtwerk. 

Dort sind bereits Bauleute zugange. Der Ziegelbau wird entkernt, Restauratoren bereiten die historischen Fensterrahmen auf.

Das Sommer-Bier ist nicht die einzige Innovation der Saison aus Dresden. Auch am Leibniz-Institut für Polymerforschung macht man sich Gedanken rund ums Brauen. Dort wird allerdings statt Durst Eisen und Mangan bekämpft. Das nämlich belastet vor allem in der Lausitz die Gewässer. Die Leibnizforscher wollen nun Bierhefen und Brautreber zum Filtern einsetzen. 

Titelfoto: Steffen Füssel

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