Radler-Rekord in Dresden, doch nach oben ist noch immer Luft

Dresden - So viele Radfahrer gab es in Dresden noch nie. Auch um den "Öffentlichen" mit ihrer Maskenpflicht zu entgehen, sind viele Dresdner lieber aufs Rad umgestiegen. 

Edwin Seifert ist Geschäftsführer beim ADFC Dresden.
Edwin Seifert ist Geschäftsführer beim ADFC Dresden.  © Thomas Türpe

Doch in puncto Fahrradfreundlichkeit hat die Landeshauptstadt noch einiges nachzuholen - findet zumindest der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC). Fördermittel gebe es immerhin zur Genüge.

Die Zahl der Radfahrer in Dresden ist von 2011 bis 2019 deutlich angestiegen. Alleine auf den Elbbrücken um mehr als 50 Prozent. 

Dresden will die Straßen bis 2025 für Radler angenehm und sicherer machen. So steht es zumindest im Radverkehrskonzept, das die Stadt 2017 beschlossen hat. 

Doch der ADFC hat da so seine Zweifel. 

Das Konzept sieht bis 2025 insgesamt 450 Maßnahmen vor. Bisher, so ADFC Dresden-Geschäftsführer Edwin Seifert, seien seither nur etwa zehn Prozent realisiert worden.

Der Schuh drückt unter anderem bei den Parkmöglichkeiten für Radler. "Eine ADFC-Studie hat gezeigt, dass 73 Prozent der Bahnhöfe in Dresden keine sicheren Abstellmöglichkeiten haben. Dabei gibt es ungenutzte Fördermittel vom Bundesumweltministerium", sagt Edwin Seifert.

Es fehlt an Abstellmöglichkeiten

"Die Stadtverwaltung und der Verkehrsverbund Oberelbe müssen jetzt schnell handeln und die Dresdner Bahnhöfe mit hochwertigen Fahrradabstellanlagen ausstatten. Vor allem am Hauptbahnhof gibt es Nachholbedarf", bekräftigt Edwin Seifert. 

Bisher gibt es lediglich 838 fahrradfreundliche Abstellmöglichkeiten an den Bahnhöfen. "Da ist noch Luft nach oben."

Am Mittwoch informiert der Geschäftsbereich Stadtentwicklung über die Umsetzung des Radverkehrskonzepts in öffentlicher Sitzung im Bauausschuss.

Titelfoto: Thomas Türpe

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