Randale bei Corona-Protesten in Bautzen: Verbot der Freien Sachsen gefordert

Bautzen - Nach Ausschreitungen bei Corona-Protesten in Bautzen hat die Linke-Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz (54) ein Verbot der rechtsextremen Partei Freie Sachsen gefordert.

Die Linke-Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz (54) forderte Sachsens Innenminister Roland Wöller auf, er solle hinsichtlich der Partei Freie Sachsen endlich handeln.
Die Linke-Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz (54) forderte Sachsens Innenminister Roland Wöller auf, er solle hinsichtlich der Partei Freie Sachsen endlich handeln.  © Ove Landgraf

Alle Kriterien seien erfüllt, Innenminister Roland Wöller (51, CDU) müsse handeln, schrieb sie auf Twitter.

Die Polizei sei bei den unerlaubten Demonstrationen am Montagabend in Ostsachsen unterbesetzt und überfordert gewesen. Der Staat gebe sein Gewaltmonopol leichtfertig auf. "Hier wird Bürgerkrieg geprobt. Sonst nix", betonte Köditz.

Linke-Fraktionschef Rico Gebhardt (58) schrieb ebenfalls auf Twitter, wenn in Sachsen Tausende Menschen Neonazis hinterherliefen, dann gebe es ein wirkliches Problem im Freistaat.

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"Keiner kann nach den vielen Ereignissen mehr behaupten, dass die Leute nicht wissen, was sie tun. Sie wissen es ganz genau."

In mehreren Orten Sachsens gingen am Montagabend erneut Kritiker der Corona-Politik auf die Straße. Bei Protesten in Bautzen kam es dabei zu Ausschreitungen.

Nach Angaben der Polizei wurden mehr als zehn Einsatzkräfte verletzt und einige Fahrzeuge beschädigt.

Titelfoto: Montage: Bernd März/B&S/dpa, Ove Landgraf

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