Rathaus hält am Striezelmarkt fest

Dresden - Die Hoffnung stirbt zuletzt! Trotz steigender Corona-Zahlen soll in gut fünf Wochen der 586. Striezelmarkt starten. Dafür hat der Stadtrat am Donnerstag die Bereitstellung weiterer Flächen beschlossen.

Alle Jahre wieder lassen sich Dresdner und Touristen vom weihnachtlichen Zauber des Striezelmarktes einfangen.
Alle Jahre wieder lassen sich Dresdner und Touristen vom weihnachtlichen Zauber des Striezelmarktes einfangen.  © imago images/imagebroker

Die sollen helfen, den Striezelmarkt und die anderen Weihnachtsmärkte der Stadt zu entzerren und Menschenansammlungen zu verhindern.

"Wir wollen um den Striezelmarkt kämpfen wie verrückt", versicherte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (48, FDP). In den vergangenen Monaten habe man deshalb verschiedene Flächen untersucht.

So wird der Striezelmarkt beispielsweise auf das Terrassenufer ausgedehnt und auch die anderen Märkte erhalten mehr Platz. Die Nutzung der kompletten Wilsdruffer Straße, wie sie die CDU vorgeschlagen hat, sei nach Ansicht des Rathauses nicht möglich.

Man könne die Hauptverkehrsachse des ÖPNV nicht sperren und es gebe rechtliche Verpflichtungen, dass die Tiefgarage erreichbar sein müsse, sagte Hilbert.

Bis auf die SPD und einzelne andere Stadträte, die sich enthalten haben, stimmte die große Mehrheit den Plänen zu - viele allerdings mit Bauchschmerzen.

"Ich bin mir nicht sicher, ob wir den Händlern, Dresdnern und Gästen damit einen Gefallen tun", sagte Tilo Wirtz (53, Linke). Schließlich bestehe das Risiko, dass der Markt kurzfristig abgesagt werden müsse oder kaum Besucher kämen.

Und das Risiko tragen die Händler allein. Jens Genschmar (51, Freie Wähler) bat die Stadtverwaltung deshalb, bei den Gebühren kreativ zu werden, um die Händler dennoch zu motivieren, es zu versuchen.

Titelfoto: imago images/imagebroker

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