Raubüberfälle, Selfies im Gleis: Auf dem Hauptbahnhof hat die Polizei gut zu tun

Dresden - "Tote Hose" am Hauptbahnhof in Dresden? Das stimmt so nicht. Trotz reduzierten Zugverkehrs und größtenteils geschlossenen Geschäften, hat die Bundespolizei gut zu tun und sieht sich mit neuen Phänomenen konfrontiert.
Es fahren zwar viel weniger Züge. Die Bundespolizei hat trotzdem zu tun.
Es fahren zwar viel weniger Züge. Die Bundespolizei hat trotzdem zu tun.  © Bundespolizei

"Die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt das tägliche Leben, aber Straftaten werden weiterhin begangen", sagt Holger Uhlitzsch (39), Sprecher der Bundespolizei. 

Und das nicht zu knapp. Ganoven verspüren offensichtlich eine ganz neue Freiheit in menschenärmerer Umgebung. So wurde im Hauptbahnhof vor wenigen Tagen einem Syrer (20) mit vorgehaltenem Messer der Lebensmitteleinkauf geraubt. Der Täter entkam mit seiner Beute.

Ein besonderes Augenmerk haben die Bundespolizisten auch auf die derzeit weniger befahrenen Gleise. Gerade wurde eine Frau in Thüringen beim "Foto-Shooting" auf den Schienen erwischt. 

"Das ist kein Einzelfall. Selfies im Gleis sind ein Problem." Zur Überwachung der Bahnstrecken setzt die Polizei deshalb sporadisch Hubschrauber ein.

Schutz der Beamten

Auch an den Schutz der Beamten ist gedacht: FFP3-Masken, Handschuhe und Desinfektionsmittel haben alle immer dabei. Die Bundespolizei arbeitet derzeit in Mindeststärken - der Grund: "Dadurch sind wir in der Lage, bei internen Verdachtsfällen einer Infektion unser Personal 'auszutauschen'", so Uhlitzsch.

Übrigens: 75 Prozent der Zugverbindungen der Deutschen Bahn in Regional- und Fernverkehr erreichen Dresden noch.

Titelfoto: Bundespolizei

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