Koffer und Busse vor dem Dresdner Landtag: Was ist hier los?

Dresden - Die schwer von der Corona-Krise gezeichnete Tourismusbranche hat am Mittwoch vor dem Sächsischen Landtag für Unterstützung geworben.

Die Busse biegen auf die Grunaer Straße in der Dresdner City.
Die Busse biegen auf die Grunaer Straße in der Dresdner City.  © Tino Plunert

Vertreter von Reiseunternehmen und -büros hatten vor dem Parlament Koffer hingestellt und einen Buskonvoi mit Dutzenden Reisebussen organisiert, die hupend durch die Stadt fuhren. 

Unter dem Motto "Rettet die Tourismuswirtschaft" fanden solche Aktionen auch in anderen Städten Deutschlands statt.

Branchenvertreter machten in einem Gespräch mit Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) klar, dass die Unternehmen schon seit Wochen keine Einnahmen mehr haben und die Lage inzwischen prekär ist. 

Der Protest gepaart mit Galgenhumor. Die Tourismusbranche mit einer klaren Forderung.
Der Protest gepaart mit Galgenhumor. Die Tourismusbranche mit einer klaren Forderung.  © Tino Plunert

Nach einer Einschätzung von Branchenverbänden sehen derzeit rund zwei Drittel der Reiseveranstalter und Reisebüros sowie 80 Prozent der touristisch orientieren Busunternehmen in den nächsten Wochen ihre Existenz gefährdet.

Aus diesem Grund sei eine Exitstrategie unter Berücksichtigung von Entwicklungsszenarien der Pandemie erforderlich. 

Es gehe nicht darum, morgen gleich wieder in alle Welt zu reisen, sondern um einen vorsichtigen Fahrplan. 

Vor dem Landtag protestieren Mitarbeiter der Tourismusbranche.
Vor dem Landtag protestieren Mitarbeiter der Tourismusbranche.  © Tino Plunert
Bus an Bus. So sah es heute vor dem Landtag aus.
Bus an Bus. So sah es heute vor dem Landtag aus.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Nach den Worten von Klepsch arbeitet auch Sachsen in Abstimmung mit anderen Bundesländern und der europäischen Ebene an einem Stufenplan, wie der Tourismus wieder auf die Beine kommen kann.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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