Riesen Feuerwerk: Wolle Förster feiert Wiederöffnung der Gastronomie

Dresden -  Gold- und Silbersterne regnen vom Himmel, es kracht und pfeift - mit einem tollen Feuerwerk wurde am Freitag Punkt 21 Uhr das Leben gefeiert.

Wolle Förster ließ es krachen.
Wolle Förster ließ es krachen.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa & Ove Landgraf

Dass Lokale, Hotels, Theater und Kinos wieder öffnen können, war Multi-Unternehmer Wolle Förster (65) einen Funkenregen wert.

Er feuerte 10 .000 Raketen im Herzen von Dresden ab. Die hatte er eigentlich auf dem wegen Corona abgesagten Gehörlosen-Sportfest zünden wollen. "Doch die Corona-Lockerungen haben mich so gefreut, dass ich die zehn Batterien nicht länger bunkern wollte. Das Sportfest bekommt 2021 ein neues Feuerwerk". 

Und damit es so richtig zischt und kracht, peppte Wolle sein Spektakel noch einmal mit Höhen-Raketen, Bengalfeuer, Fächern und Blinkern für 5 000 Euro auf. "Ich wollte sicher gehen, dass sich viele Dresdner am Feuerwerk erfreuen können und es weithin sichtbar ist.

Halli-hallo! Barockviertel macht die Tore wieder auf

Willkommen zurück! Die Händler und Wirte der Königstraße laden ab sofort wieder ins Barockviertel.
Willkommen zurück! Die Händler und Wirte der Königstraße laden ab sofort wieder ins Barockviertel.  © Ove Landgraf

"Wir sind wieder für Euch da" - unter diesem Motto laden die Einzelhändler, Gastronomen und Hoteliers auf der Königstraße sowie den angrenzenden Gassen und Straßen ihre Kunden ein.

Egal ob Restaurant oder Mode-Boutique: "Wir wollen ein gemeinsames positives Zeichen als Viertel setzen", so Designerin Dorothea Michalk (38). 

"Denn mit der Gastronomie und der Hotellerie hat nun alles wieder im Viertel geöffnet. Immerhin weit über 100 Geschäfte und Lokale." 

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Und das Barockviertel hat auch schon Pläne. "Jeder plant natürlich eigene Aktionen, aber zusammen wollen wir im September wieder unsere Cocktailnacht veranstalten", so Michalk.

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Endlich wieder genüsslich tafeln: Zahlreiche Passanten ließen sich am Freitag schon Speis und Trank auf dem Neumarkt munden.
Endlich wieder genüsslich tafeln: Zahlreiche Passanten ließen sich am Freitag schon Speis und Trank auf dem Neumarkt munden.  © Ove Landgraf

Weit über 20 .000 Löffel in zwei Särgen, Kisten und einem Weinfass übergab gestern die Aktion "Leere Stühle" vorm Berliner Bundeskanzleramt. 

Vor fünf Wochen wurde die Initiative in Dresden ins Leben gerufen - um auf die prekäre Situation in der Gastronomie-, Hotel- und Veranstaltungsbranche aufmerksam zu machen.

Mehr als 70 Städte in ganz Deutschland schlossen sich dem Protest an. Stellvertretend übergaben die Dresdner Initiatorinnen Kathleen Parma (56) und Ute Stöhr (50) die symbolisch abgegebenen Löffel an den Mittelstandsbeauftragen der Bundesregierung, Dr. Thomas Bareiß (45, CDU). 

"Jetzt werden wir beobachten, wie sich die Situation in der Branche entwickelt. Besonders haben wir Bars und Veranstalter im Blick, die noch immer unter den Beschränkungen leiden", so Parma. Die Aktion "Leere Stühle" macht weiter.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa & Ove Landgraf

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