Sachse entwickelt neue Plattform: Abschiednehmen per Video

Dresden - Die aktuelle Kontaktsperre belastet alle, doch besonders schwer trifft es die, für die jeder Kontakt vielleicht der letzte sein könnte: Derzeit herrscht in Krankenhäusern und Hospizen Besuchsverbot. 

Benjamin Böhme (19) arbeitet an einer Plattform, die Sterbende und ihre Angehörigen in der Krise verbinden soll. 
Benjamin Böhme (19) arbeitet an einer Plattform, die Sterbende und ihre Angehörigen in der Krise verbinden soll.   © Thomas Türpe

Aus Dresden heraus startete nun ein Projekt, um sich trotzdem verabschieden zu können.

Vor einer Woche hatte die Bundesregierung das Netz aufgerufen: In einem "Hackaton" sollten sich Teams finden, etwas erschaffen, das in der aktuellen Krise helfen könnte. 

Das bekam auch Benjamin Böhme (19) aus Dresden mit: "Eine Hospizmitarbeiterin hat den Anstoß gegeben", sagt er. "Im Netz fanden sich dann rund 20 Leute, wir entwickelten die Idee, eine datenschutzrechtliche funktionierende Videoplattform zu entwickeln."

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In diese können sich Angehörige, Patienten, aber auch Hospizmitarbeiter oder Seelsorger einklinken.

An einem Wochenende bastelten das Team einen ersten Prototypen, "Pallia - gemeinsam gehen", heißt das Projekt. 

Damit es tatsächlich Realtität wird, müssen möglichst viele das Video dazu auf YouTube anklicken. 

Wer unterstützen will: pallia@outlook.de 

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Titelfoto: Thomas Türpe

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