Sachsen seit zwei Wochen im harten Lockdown: Wie haben sich die Corona-Zahlen entwickelt?

Dresden - Ist das ein Hoffnungsschimmer oder doch wieder nur eine trügerische Delle? Trotz nachgelaufener Zahlen vom langen Wochenende registrierte Sachsen Montag "nur" 1717 Corona-Neuinfektionen. Auch andere Zahlen stimmen vorsichtig zuversichtlich.

Die Intensivpflege von Corona-Patienten ist besonders anspruchsvoll. Jetzt stoppte der Anstieg der Belegung erstmals. Im Bild die Corona-Intensivstation des Universitätsklinikums Dresden.
Die Intensivpflege von Corona-Patienten ist besonders anspruchsvoll. Jetzt stoppte der Anstieg der Belegung erstmals. Im Bild die Corona-Intensivstation des Universitätsklinikums Dresden.  © DPA/Robert Michael

Laut Sozialministerium sank die Sieben-Tage-Inzidenz wieder ein ganzes Stück unter 400 auf rund 371. Damit liegt der Freistaat zwar immer noch bundesweit an der Spitze (TAG24 berichtete), aber vorerst nicht mehr mit großem Abstand. Hoch blieb allerdings mit 90 die Zahl der Toten.

Trotzdem ist weiterhin Vorsicht geboten. Zwar ist die Infektionszahl 1717 für einen Montag im Vergleich zu den Vorwochen relativ niedrig. Doch wird ausdrücklich darauf hingewiesen: An den Feiertagen gab es weniger Tests.

Damit kann nicht eindeutig beantwortet werden, ob der kleine Erfolg nach zwei Wochen tatsächlich auf den zweiten harten Lockdown, der seit dem 14. Dezember gilt, zurückzuführen ist.

Eindeutig ist jedoch die Entwicklung bei den Intensivbetten. Erstmals überhaupt sank die Zahl der dort Corona-Behandelten leicht - nun von fast 600 in Richtung 560.

Das geht aus der gemeinsamen Übersicht des Robert Koch-Instituts und des DIVI-Intensivregisters hervor, das die Kapazitäten in 1300 deutschen Akut-Krankenhäusern täglich gemeldet bekommt und zentral aufbereitet.

Wolfram Günther (47, Grüne) wurde vor Weihnachten positiv auf das Coronavirus getestet.
Wolfram Günther (47, Grüne) wurde vor Weihnachten positiv auf das Coronavirus getestet.  © Tino Plunert
Hans-Joachim Donath (†57) starb mit dem Coronavirus.
Hans-Joachim Donath (†57) starb mit dem Coronavirus.  © Bündnis 90/Die Grünen

Politiker aus Hoyerswerda stirbt mit Coronavirus

Unterdessen geht es auch es auch beim sächsischen Umweltminister Wolfram Günther (47, Grüne) bergauf. Seinem Sprecher zufolge hatte Günther über die Feiertage grippeartige Symptome, meldet inzwischen aber eine leichte Besserung. Er war kurz vor Weihnachten positiv getestet worden (TAG24 berichtete).

Nicht geschafft hat es hingegen ein anderer Politiker. Hans-Joachim Donath, Chef der Stadtratsfraktion der Bündnisgrünen in Hoyerswerda, starb mit nur 57 Jahren mit Covid-19.

Titelfoto: DPA/Robert Michael

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