Sachsens Helfer gehen auf die Barrikaden: "Es hat sich kaum etwas getan"

Dresden - Sachsens Helfer gehen wieder auf die Barrikaden: Am 16. September wollen Katastrophenschützer mit ihren Blaulichtfahrzeugen aus ganz Sachsen nach Dresden kommen. Dahinter steckt die Initiative "Staus 6". Schon Anfang 2019 machte sie auf Probleme der Ehrenamtler aufmerksam.

Markus Kremser (46) organisiert die Sternfahrt nach Dresden.
Markus Kremser (46) organisiert die Sternfahrt nach Dresden.  © xcitepress

"Es hat sich seitdem einfach kaum etwas getan", sagt Markus Kremser (46), stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter des Görlitzer Roten Kreuzes und Initiator der Initiative. 

"Die Unterbringung ist ein großes Problem. Es gibt Gerätehäuser, die haben noch nicht mal Toiletten. Und das sind keine Einzelfälle."

Aber auch einsatztechnisch sieht der Retter Probleme: "Es fehlen übergreifende Konzepte", sagt er. "Bei Großlagen liegt es an der Improvisationsfähigkeit des Einsatzleiters, wie der Einsatz abgewickelt wird." 

Auch gäbe es für Einsätze mit Giftstoffen keine einheitliche Ausbildung. 

Der Görlitzer Katastrophenschutz muss seine Fahrzeuge in einer Halle ohne Abluft unterbringen.
Der Görlitzer Katastrophenschutz muss seine Fahrzeuge in einer Halle ohne Abluft unterbringen.  © xcitepress

Am 16. September wollen die Katastrophenschützer deshalb zum Landtag ziehen und hoffen so, auf die langsam beginnenden Haushaltsverhandlungen Einfluss nehmen zu können.

Titelfoto: xcitepress

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