Sächsischer Abgeordneter fordert: Einreise für Tschechen prüfen

Schwarzenberg/Berlin – Als erster namhafter Politiker aus Sachsen fordert der Bundestagsabgeordnete Alexander Krauß (44, CDU) eine Überprüfung der Einreisebedingungen für tschechische Bürger in den Freistaat.

Alexander Krauß (44, CDU) fordert die Überprüfung der Einreisebedingungen für Tschechen, die nach Sachsen wollen.
Alexander Krauß (44, CDU) fordert die Überprüfung der Einreisebedingungen für Tschechen, die nach Sachsen wollen.  © PR

"Tschechische Arbeitnehmer sollten weiterhin zu uns nach Sachsen pendeln können, allerdings ist es problematisch, wenn in der jetzigen Situation vermehrt Tschechen zum Einkaufen oder baden zu uns kommen", so Krauß. 

Tschechien sei das Land mit den höchsten Fallzahlen in der EU. Deswegen solle der Grenzverkehr verringert werden. 

Krauß: "Mich erreichen kritische Nachfragen von Bürgern, die an der Grenze wohnen und beklagen, dass so viele Tschechen zum Einkaufen oder zum Besuch von Bädern einreisen."

Das löst Ängste aus, so der Politiker gegenüber TAG24. Hätten doch Tschechen angesichts der vielen Schließungen in ihrem Land einerseits Zeit und andererseits kaum Möglichkeiten bei sich in der Freizeit.

Wenn solche Reisen zunähmen, müssten die sächsischen Regelungen angepasst werden, was ein Einreisestopp für Ausflügler bedeuten würde.

Hintergrund: Nach wie vor dürfen Tschechen für 24 Stunden ohne Testnachweis oder Quarantäne ein- und ausreisen. Sachsen wiederum dürfen sogar 48h ohne Auflagen ins Nachbarland (TAG24 berichtete). 

Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) hat sich bislang mehrfach gegen eine Schließung der Grenze ausgesprochen. Die Grenzregion sei ein Großraum, so seine Begründung. Er selbst wolle eventuell in den Herbstferien in den tschechischen Teil des Zittauer Gebirges wandern gehen; nur in eine gut besetzte Gaststätte im Nachbarland würde er sich zur Zeit nicht setzen.

Titelfoto: PR

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