Schnell anmelden! Begrenzte Platzzahl bei Bürgerversammlung zum Dresdner Fernsehturm

Dresden - Bei einem Nachbarschaftstag konnten sich die Wachwitzer vom Zustand des Fernsehturms ein Bild machen. Daran schließt sich nun eine Einwohnerversammlung an. Bei der dreht sich alles um das mit der Revitalisierung von Dresdens höchstem Wahrzeichen verbundene Verkehrs- und Mobilitätskonzept.

Anwohner Peter Berthold (82) war Mitte Oktober zur Fernsehturmvisite mit einer Eintrittskarte aus DDR-Zeiten erschienen.
Anwohner Peter Berthold (82) war Mitte Oktober zur Fernsehturmvisite mit einer Eintrittskarte aus DDR-Zeiten erschienen.  © RK

Am 10. November sind Interessierte in den Gasthof Weißig eingeladen. Ab 18 Uhr wird nicht nur das von Experten erarbeitete Papier vorgestellt.

Die Gäste dürfen auch Anregungen vorbringen. Jedoch sollten sie sich rasch einen Platz im Ballsaal des Hauses sichern, denn nur 200 Stühle stehen bereit. Anmeldungen sind unter www.dresden.de/fernsehturm möglich.

Die Verkehrsanbindung von Dresdens "Spargel" und das Lenken von Besucherströmen zählen zu den größten Herausforderungen. Eine Bürgerinitiative steht einem "massenhaften Straßenverkehr in enger und beruhigter Wohngegend" kritisch gegenüber. Laut Mitstreiter Jan Weigel (56) zeigte 2021 ein Versuch mit einem Bus die Problemlage deutlich auf.

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Anwohner wie Peter Berthold (82) plädieren deshalb dafür, an der Tennishalle in Pappritz einen Bushaltepunkt einzurichten und die Besucher von dort mit einer Bimmelbahn zum Ziel zu bringen.

Der Fernsehturmverein setzt auf die bereits in den 1960er-Jahren geborene Seilbahn-Idee und Parkmöglichkeiten in Bühlau.

Dresdens größter "Spargel" ist 252 Meter hoch. Seit 1992 wurden keine Besucher mehr in luftige Höhen befördert. Das soll sich nach einer millionenschweren Sanierung ändern.
Dresdens größter "Spargel" ist 252 Meter hoch. Seit 1992 wurden keine Besucher mehr in luftige Höhen befördert. Das soll sich nach einer millionenschweren Sanierung ändern.  © Holm Helis
Im Fernsehturm herrscht großer Sanierungsbedarf. Statt "Luxusprojekt" plädiert eine Bürgerinitiative für die nach ihrer Ansicht kostengünstigere Einrichtung eines Fernmeldemuseums.
Im Fernsehturm herrscht großer Sanierungsbedarf. Statt "Luxusprojekt" plädiert eine Bürgerinitiative für die nach ihrer Ansicht kostengünstigere Einrichtung eines Fernmeldemuseums.  © Holm Helis

Eberhard Kühne (77), der mit anderen Experten das Rathaus-Team berät, sieht eine Lösung in greifbarer Nähe. "Das geht nur, wenn wir die Menschen mitnehmen", sagte der Ex-Branddirektor und erntete damit breite Zustimmung bei den Fernsehturm-Nachbarn.

Titelfoto: Holm Helis, RK

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