Sachsen: So streng sind die Regeln für Kita und Schule

Dresden - Aufatmen bei Sachsens Kindern und Eltern: Ab 18. Mai können alle Kinder wieder regelmäßig in die Kita und Grundschule zurück! 

Kultusminister Christian Piwarz (44, CDU) öffnet Kitas und Schulen wieder. Er spricht von einem Kompromiss zwischen Gesundheitsschutz und einem Höchstmaß an Betreuung.
Kultusminister Christian Piwarz (44, CDU) öffnet Kitas und Schulen wieder. Er spricht von einem Kompromiss zwischen Gesundheitsschutz und einem Höchstmaß an Betreuung.  © DPA/Robert Michael

Beachtet werden müssen aber viele strenge Regeln. Auch alle übrigen Schüler der weiterführenden Schulen können zumindest zeitweise in die Schule gehen.

"Gerade für Eltern kleinerer Kinder war die Zeit der Schließung von Kitas und Schulen enorm belastend. Für nicht wenige ist die Schmerzgrenze erreicht", begründet Kultusminister Christian Piwarz (44, CDU) den Schritt. "Diese Lösung ist für uns verantwortbar." 

Das Konzept wurde unter anderem mit Infektiologen entwickelt. Klar ist: Es gilt bis zu den Sommerferien - mindestens!

Das Zauberwort heißt: klare Trennung von Klassen beziehungsweise Gruppen in fest zugewiesenen Räumen und mit festem Betreuungspersonal. Wie groß sie sind, wird vor Ort entschieden. 

Vorteil: Bei einem Corona-Fall müsse nur eine klar definierte Gruppe in die Quarantäne. 

"Ein Zusammentreffen von Kindern unterschiedlicher Gruppen und Klassen muss sowohl in den Gebäuden als auch auf den Freiflächen strikt vermieden werden", so Piwarz.

Und das sind die Bedingungen:

Viertklässler wie hier in der 103. Grundschule in Dresden gehen schon wieder zur Schule. Jetzt folgen die anderen Klassen.
Viertklässler wie hier in der 103. Grundschule in Dresden gehen schon wieder zur Schule. Jetzt folgen die anderen Klassen.  © dpa/Sebastian Kahnert
Viele Wochen waren die Kitas auch in Sachsen dicht. Das brachte Kinder und Eltern an ihre Grenzen.
Viele Wochen waren die Kitas auch in Sachsen dicht. Das brachte Kinder und Eltern an ihre Grenzen.  © dpa/Julian Stratenschulte

Sachsen geht damit einen anderen Weg als andere Bundesländer, die auf Abstand und kleine Gruppen setzen. 

Das Ganze würde aber nur funktionieren, wenn sich alle strikt an die Regeln halten - sonst könnten Einrichtungen bei steigenden Infektionszahlen auch wieder dicht gemacht werden, warnt der Minister. 

Das gilt:

  • Nur symptomfreie Kinder dürfen in die Einrichtungen. Eltern müssen per Unterschrift JEDEN Tag bescheinigen, dass ihr gesamter Haushalt symptomfrei ist. Sonst kein Zutritt! Bei Heuschnupfen hilft ein Attest. Auch das Personal muss gesund sein.
  • Eltern dürfen die Einrichtungen nicht betreten. Sie müssen beim Bringen und Abholen (in klar definierten Zonen) einen Mund-/Nasenschutz tragen, auch Erziehern und Lehrern wird dies empfohlen. Kinder müssen keine Maske tragen. Es gelten zudem verstärkte Hygiene-Regeln.
  • Möglich sind Einschränkungen bei Betreuungs- und Öffnungszeiten. Piwarz: "Eltern werden deshalb gebeten, wenn möglich, die Betreuungszeiten nicht auszureizen."

Weiterführende Schulen: Hier gilt ein Modell mit Wechsel zwischen Unterricht in der Schule (mindestens einmal pro Woche unter strengen Auflagen) und Lernen zu Hause.

Titelfoto: dpa/Sebastian Kahnert, dpa/Robert Michael

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