Sie kämpfen für die Weiße Flotte: Freunde hoffen auf Spendenflut

Dresden - Kann die Weiße Flotte in Dresden mit allen neun Dampfern und den beiden Salonschiffen erhalten werden?

Der Förderverein "Weiße Flotte Dresden - Freunde der Sächsischen Dampfschiffahrt" wirbt um Spenden, um die Flotte zu erhalten.
Der Förderverein "Weiße Flotte Dresden - Freunde der Sächsischen Dampfschiffahrt" wirbt um Spenden, um die Flotte zu erhalten.  © Petra Hornig

Dafür kämpft der im vergangenen Jahr gegründete Förderverein "Weiße Flotte Dresden - Freunde der Sächsischen Dampfschiffahrt". 

Im Insolvenzverfahren tritt er jetzt als Bieter an, will Millionen-Spenden sammeln.

"Unser oberstes Ziel ist der Erhalt der Flotte in seiner Gesamtheit", erklärt Dirk Ebersbach (56), Chef des im vergangenen September gegründeten Vereins (68 Mitglieder). "Wir haben viele Gespräche auch mit Investoren geführt. Viele können sich einen Betrieb nur mit verringerter Schiffszahl vorstellen. Darum befürchten wir, dass die Flotte zerschlagen werden könnte." 

Zuletzt war im Dresdner Stadtrat ein Rettungs-Projekt vertagt worden, was den Verein sehr enttäuschte.

Weniger als zehn Interessenten für Weiße Flotte

Schiffe der Weißen Flotte am Terassenufer.
Schiffe der Weißen Flotte am Terassenufer.  © Norbert Neumann

Auch darum beteiligt er sich jetzt selbst am Bieterverfahren. Es soll weniger als zehn Interessenten geben. 

"Mit dem bisherigen Verlauf und Anzahl der Angebote bin ich zufrieden", sagt der Rechtsanwalt Frank-Rüdiger Scheffler (62), der als vorläufiger Sachwalter das Insolvenzverfahren überwacht. "Ein bindendes Angebot ist bis 3. August vorzulegen."

Damit drängt die Zeit für den Verein und seine Verbündeten, mehrere Millionen Euro (auch von Großinvestoren und potenziellen Partnern) für ein gutes Angebot zu beschaffen. 

Dafür werden Spenden benötigt. 

Wer bis 28. Juli spendet, kann eine Dampfer-Fahrt mit Begleitperson auf dem Genfer See gewinnen. Unterstützer werden fündig im Internet unter: www.startnext.com/erhalt-der-dresdener-dampferfl.

Titelfoto: Petra Hornig

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