Speisen wie die Könige: SLUB kauft Sammlung zur Kochkunst

Dresden - Das ist richtig lecker! Mithilfe der Kulturstiftung der Länder hat die Sächsische Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) die Privatsammlung des Burda-Kochs Ernst Birsner (1935-2015) erworben. Es handelt sich um eine der größten privaten Sammlungen zur Geschichte der Kochkunst im deutschen Raum.

Historische Menükarten der Sammlung Birsner unter anderem zur Tafel von Kronprinz Friedrich August (1865-1932) im Königshaus Leipzig 1904.
Historische Menükarten der Sammlung Birsner unter anderem zur Tafel von Kronprinz Friedrich August (1865-1932) im Königshaus Leipzig 1904.  © SLUB Dresden, Ramona Ahlers-Bergner

Das "in ihrer Umfänglichkeit einzigartige" Konvolut umfasst rund 30.000 Objekte, darunter Speisekarten von Fürstenhöfen, Luxusschifffahrten und Sterne-Restaurants. Die Kulturstiftung hat den Ankauf mit 100.000 Euro gefördert.

Generalsekretär Markus Hilgert: "Keine öffentliche Institution in Deutschland besitzt eine vergleichbare Sammlung zur Geschichte der Kulinarik."

Birsner - ab 1962 Koch bei der Familie Burda - trug als Sammler Objekte vom ersten gedruckten Kochbuch aus dem Jahr 1517 bis zur Nouvelle Cuisine zusammen.

Zu den Highlights der Sammlung gehören Karten des Krönungsmenüs von Zar Alexander III., Küchenzettel von Queen Elizabeth II. (94) und Königin Carola von Sachsen (1833-1907) sowie von Künstlern wie Salvador Dali (1904-1989) verzierte Exemplare.

Titelfoto: SLUB Dresden, Ramona Ahlers-Bergner

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