So investiert der Freistaat: Sachsens Hochwasserschutz in Zahlen

Dresden - Bei der Jahrhundertflut 2002 erreichte die Elbe am Pegel Dresden einen Wasserstand von 9,40 Metern - das war der höchste je gemessene Wert in Sachsen. Das Hochwasser richtete alleine in Dresden einen Schaden von über einer Milliarde Euro an.

Die Flut 2013 weckte böse Erinnerung an die Jahrhundert-Katastrophe von 2002.
Die Flut 2013 weckte böse Erinnerung an die Jahrhundert-Katastrophe von 2002.  © imago images/Sylvio Dittrich

Um besser für solche Katastrophen gewappnet zu sein, arbeitet Sachsen seit 2006 am Hochwasserschutz. Was bereits erreicht bzw. noch im Entstehen ist, das zeigen wir Euch in Zahlen.

749 Projekte umfasst das Hochwasserschutzkonzept. Davon wurden 539 bereits abgeschlossen.

3,2 Milliarden Euro wurden seit 2002 in den Schutz und die Beseitigung von Hochwasserschäden gesteckt worden.

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100 Millionen Euro werden jährlich für Instandsetzungsarbeiten an Fließgewässern und die Beseitigung von Hochwasserschäden investiert.

174 Projekte sind noch in der Planung bzw. Genehmigung. Beispiele: In Freital entsteht dieses Jahr eine Schutzwand für eine Million Euro, in Chemnitz-Harthau haben an der Würschnitz bereits letzte Bauarbeiten begonnen.

In Schwarzenberg wird am linken Ufer des Schwarzwassers der Bau einer Schutzmauer vorbereitet. In Dresden werden die linkselbische Innenstadt, gefährdete Bereiche in den Stadtteilen Mickten und Kaditz sowie Cossebaude und Briesnitz durch neue Deiche, Mauern und mobile Schutzelemente geschützt.

Im Stadtteil Laubegast begann im November die öffentliche Beteiligung für den Bau einer Schutzanlage.

Grimma 2002 mit am schwersten getroffen

Grimma traf es 2002 besonders hart. Anwohner mussten mit Booten gerettet werden.
Grimma traf es 2002 besonders hart. Anwohner mussten mit Booten gerettet werden.  © imago/Eckehard Schulz
Die Jahrhundert-Flut überschwemmte sogar den Dresdner Hauptbahnhof.
Die Jahrhundert-Flut überschwemmte sogar den Dresdner Hauptbahnhof.  © imago/momentphoto/Killig
Größtes Projekt: An der Talsperre Malter wurde der Überlauf vergrößert.
Größtes Projekt: An der Talsperre Malter wurde der Überlauf vergrößert.  © Sebastian Kahnert/dpa
Die Freiberger Mulde fließt durch das Zentrum von Döbeln. Letztes Jahr wurde sie freigegeben.
Die Freiberger Mulde fließt durch das Zentrum von Döbeln. Letztes Jahr wurde sie freigegeben.  © Sebastian Willnow/dpa
In Chemnitz-Harthau baut die Landestalsperrenverwaltung an der Würschnitz.
In Chemnitz-Harthau baut die Landestalsperrenverwaltung an der Würschnitz.  © Kristin Schmidt
In Grimma haben Unbekannte im vergangenen Sommer ein Flutschutztor beschädigt.
In Grimma haben Unbekannte im vergangenen Sommer ein Flutschutztor beschädigt.  © Jan Woitas/dpa

56 Talsperren gibt es in Sachsen. Dazu gehören außerdem 5 Rückhaltebecken sowie 7 Speicherbecken und Polder. Das Fassungsvermögen der Anlagen beträgt 406 Millionen Kubikmeter.

7 Millionen Euro kostete das größte Projekt: die Vergrößerung des Überlaufs an der Talsperre Malter bei Dippoldiswalde im Osterzgebirge. Andere Großprojekte waren unter anderem die Rückverlegung der Deiche in Bennewitz-Püchau und in Köllitsch, die Polder in Löbnitz am Zusammenfluss von Freiberger und Zwickauer Mulde.

1147 Meter lang ist die Flutmulde in Döbeln. Nach sieben Jahren Bauzeit wurde sie 2021 freigegeben werden.

1000 Euro Belohnung versprach die Stadt Grimma im vergangenen Sommer an jene, die Hinweise zur Beschädigung eines Fluttors geben konnten.

Grimma hatte es 2002 mit am schwersten getroffen.

Titelfoto: Montage: imago/Eckehard Schulz, imago/momentphoto/Killig

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